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Jahreshauptversammlung Flüchtlinge danken Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh

Von Thomas Breuer | 02.03.2016, 19:04 Uhr

Als der Heimat- und Ortsverein Elmeloh-Almsloh im vergangenen Herbst das Dorfgemeinschaftshaus in Elmeloh für Flüchtlinge räumen musste, war das Echo geteilt. Das Vereinsdomizil auf unbestimmte Zeit aufzugeben, kam nicht bei jedem der mehr als 700 Mitglieder gut an.

Am Dienstagabend nun gab es Beifall, als die zwei dort lebenden jungen Familien aus Syrien – begleitet vom Elmeloher Ratsherrn Jens Gause (Grüne) – nahezu vollständig an der Jahreshauptversammlung bei Menkens in Hoykenkamp teilnahmen. Einer der Familienväter war ans Mikrofon getreten und hatte auf Deutsch gesagt: „Ich möchte mich bedanken, dass wir so freundlich aufgenommen wurden.“

Ganderkesee hat aktuell 433 Personen aufgenommen

Die Flüchtlingsthematik nahm überhaupt breiten Raum ein auf der Versammlung. Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas nutzte den Abend, um vor 120 Mitgliedern den Stand der Unterbringung in Ganderkesee zu referieren. 433 Personen, sagte sie, habe Ganderkesee bis dato aufgenommen. Bis Ende April kämen gemäß aktueller Quote voraussichtlich noch einmal 163 dazu.

72 Prozent der Asylbewerber dezentral untergebracht

Laut Verwaltung sind 72 Prozent der Asylbewerber dezentral untergebracht. 74 von ihnen leben in zehn gemeindeeigenen Wohnungen, 148 weitere in 52 von der Gemeinde angemieteten Wohnungen und Häusern. 50 Personen sind in 21 Wohnungen zuhause, die sie selbst angemietet haben. 40 Frauen und Männer leben in drei Gemeinschaftsunterkünften.

„Das Schwimmerheim geben wir Ende April wieder zurück“, sagte Gerken-Klaas. Und weiter: „Wir werden in diesem Jahr damit beginnen, feste Bauten als Flüchtlingsunterkünfte zu errichten.“

Verwaltung will neue Toiletten am Dorfgemeinschaftshaus

Für die Gemeindeverwaltung sagte sie zu, Geld für neue Toiletten im Nebengebäude des Dorfgemeinschaftshauses in den Haushalt für 2017 einzustellen. Sollte die Politik zustimmen, könnte dann der idyllische Garten am Vereindomizil wieder für diverse Aktivitäten genutzt werden – ohne die Flüchtlingsfamilien zu beeinträchtigen.Kommentar