Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Jahresrückblick in Hollen Im Lotto-Glück: Einrichtung gewinnt 25.000 Euro

Von Bettina Dogs-Prößler | 20.12.2018, 19:12 Uhr

Auszeichnung, Kampagnen-Finanzierung, Lotto-Gewinn – das sind nur ein paar Stationen im RUZ-Jahresrückblick. Aber es ist noch mehr passiert.

Das Jahr lief gut fürs RUZ in Hollen: Im April die Auszeichnung „Zu gut für die Tonne“ für das Projekt „Wirf mich nicht weg“ durch den Bund, im Sommer dann die Zusage zur fast vollständigen Finanzierung der Kampagne „Nachbarschaftszentrum Kita – Eltern machen Klimaschutz“. Und jetzt das: Ein Zuschuss von der Deutschen Postcode-Lotterie in Höhe von 25.000 Euro. „Darüber haben wir uns richtig gefreut“, sagte die Leiterin des Regionalen Umweltzentrums (RUZ) Marina Becker-Kückens gestern Vormittag beim traditionellen Jahresrückblick. „Es ist nicht selbstverständlich; aber als RUZ befinden wir uns in einer guten Situation.“

„Aufs kommende Jahr vertrösten“

Seit Jahren nimmt die Zahl der Veranstaltungen, die im Umweltzentrum durchgeführt werden, stetig zu. Waren es 2016 am Standort Hollen noch 560 Kurse, sind es dieses Jahr bereits 702 und damit noch einmal 50 mehr als im Vorjahr gewesen. „Weiterhin kommen sehr, sehr viele Grundschüler“, führte Becker-Kückens aus. „Bei vielen Grundschulen sind wir bereits fest im Schulprogramm verankert.“ Schwieriger sei es weiterhin, weiterführende Schulen in die Einrichtung zu bekommen, weil viele Schulen Probleme hätten, die Kurse ins Unterrichtsgeschehen zu integrieren. „Manche melden sich aber auch einfach zu spät und ich kann sie dann nur noch aufs kommende Jahr vertrösten.“ Aus dem Landkreis Oldenburg waren es in diesem Jahr mit 14 Klassen nur halb so viele wie im Jahr davor, dabei stammt der Großteil davon von den Oberschulen. Aus der Stadt Delmenhorst haben 34 Klassen von weiterführenden Schulen am Anbot des RUZ teilgenommen, hier stammte der Großteil von der IGS.

Beim Schutz der Umwelt selbst Vorbild sein

Gestiegen ist aus beiden Kommunen der Anteil der Grundschüler: Waren es 2017 noch 129 Klassen aus dem Landkreisgebiet, die sich in Kursen weitergebildet haben, sind es in diesem Jahr 146 gewesen. Auch aus Delmenhorst nahmen mehr Klassen die Fahrt auf sich: Hier stieg die Zahl von 222 Klassen auf 234.

Den Schwerpunkt der Kurse machen Themen rund um die Ernährung aus, aber auch in den Bereichen Energiesparen und Klimaschutz, Landwirtschaft, Wald und Natur oder Naturwissenschaften haben die Dozenten der Einrichtungen ihr Wissen kindgerecht weitergegeben. Rund 500.000 Euro hat das in diesem Jahr gekostet, der Großteil davon über gezielte Zuschüsse von Projekten reingeholt. „Wir denken immer nur in Projekten“, sagte Marina Becker-Kückens. „Und bei den Anträgen dafür werden wir in jedem Jahr professioneller.“

Weiter wird es im kommenden Jahr auf jeden Fall mit dem 2016 begonnenen Grundschulprojekt „Wirf mich nicht weg“ gehen, dass sich den bewussteren Umgang mit Lebensmitteln zum Ziel gesetzt hat. „Das Thema kommt immer mehr bei den Kindern an“, resümierte Projektleiterin Claudia Kay. „Man merkt, dass sich die Kinder damit auseinandersetzen.“

Darüber hinaus will das RUZ bei all den Maßnahmen zum Schutz der Umwelt auch selbst Vorbild sein. „Wir trinken nur noch Leitungswasser und verschwenden keine Lebensmittel mehr“, schilderte Katharina Witte. „Dazu fahren viele von uns mit dem Rad zur Arbeit.“ Wo es geht, wird papierlos gearbeitet, alle Arbeitsmaterialien sollen nach und nach durch nachhaltige Alternativen ausgetauscht werden. „Denn oft sind es die kleinen Schritten, die etwas bewirken“, meinte Marina Becker-Kückens. „Und dass wir es vorleben. Das ist das Wichtigste.“