Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Junger Krebspatient Viel Unterstützung für kranken Lucas-Elias aus Falkenburg

Von Thomas Breuer | 18.02.2016, 19:00 Uhr

Dem fünfjährigen Lucas-Elias aus dem Ganderkeseer Ortsteil Falkenburg geht es gerade gar nicht gut, doch die Unterstützung für ihn wächst von Tag zu Tag. Auf einem Spendenkonto sind schon mehr als 12.000 Euro eingegangen.

Die schlechte Nachricht zuerst: Lucas-Elias, der Fünfjährige aus Falkenburg, der seit drei Jahren an einem Hirntumor leidet , musste in dieser Woche seine zuhause neu begonnene Chemotherapie unterbrechen. Kopfschmerzen und hohes Fieber von teilweise über 40 Grad machten laut seiner Mutter Nadine ein Aussetzen der Medikation erforderlich. „Ob für seine Beschwerden die neue Chemotherapie oder ein Infekt verantwortlich ist, konnten mir die Ärzte in Oldenburg auch nicht mit Sicherheit sagen“, so Nadine. „Ihm geht es gar nicht gut“, sagt sie über ihren Sonnenschein.

Unglaubliche Resonanz auf Spendenaufruf

Die gute Nachricht gibt es aber auch: Seit das Schicksal von Lucas-Elias kürzlich öffentlich gemacht wurde, ist daraus eine Welle der Hilfsbereitschaft entstanden. Auf einem Spendenkonto etwa, das die Falkenburgerin Sandra Wiegand zur Unterstützung von Lucas-Elias und seiner Mutter eingerichtet hat, sind binnen nicht einmal 14 Tagen mehr als 12.000 Euro eingegangen. „Das habe ich nie erwartet“, sagt Wiegand.

Erste Reise ans Meer wird vorbereitet

„Ja, das sprengt die Erwartungen“, meint auch Timo Spille. Der Familienvater aus Schönemoor ist Vorsitzender des Gemeindeelternrats in Ganderkesee und setzt sich massiv für eine Unterstützung des kleinen Jungen ein. Rund 300 Anrufe, schätzt er, sind bei ihm in den vergangenen knapp zwei Wochen zu diesem Anliegen eingegangen. Viele Menschen hätten sich schlicht nach der Nummer des Spendenkontos erkundigt, manche Sachspenden angeboten und andere teils sehr konkrete Unterstützung bei dem Bemühen signalisiert, Lucas-Elias und seiner Mutter eine gemeinsame Auszeit am Meer zu ermöglichen. Das nämlich hat der Kleine noch nie gesehen.

Nun sieht es sehr konkret so aus, als könnten die Ferien an der Nord- oder Ostsee zustande kommen, es gibt sogar eine Option für das Ausland. Aber das wie das andere geht nur, wenn der Gesundheitszustand von Lucas-Elias so eine Reise zulässt.

„Er soll so viel wie möglich erleben“

Timo Spille geht es bei seinem anhaltenden Engagement vor allem um eines: „Man kann der Familie derart unter die Arme greifen, dass der Junge so viel wie möglich erlebt“, sagt er. „Aufheitern ist gut für die Seele.“ Ihn berührt es sehr, dass in diesen Tagen offenkundig viele Menschen so denken wie er. Timo Spille ist allen Unterstützern sehr dankbar, verspricht jedem einen Rückruf, auch wenn es manchmal etwas dauern kann. Ihm ist daran gelegen, dass der Spendenfluss nicht abreißt, weil im Moment niemand weiß, auf welche Hilfe Lucas-Elias noch einmal angewiesen sein wird.

Untersuchung im März soll neuen Aufschluss geben

Ob der Tumor durch die zunächst unterbrochene Chemotherapie zurückgedrängt werden kann, wird sich Mitte März zeigen. Aufschluss soll eine Magnetresonanztomographie (MRT) in Oldenburg bringen.