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Jungs-Tag in Wildeshausen Spiel und Spaß beim Wildeshauser Tag für Jungen

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 28.02.2016, 19:35 Uhr

Knapp 100 Jungen sind am Samstag allein ins Jugendzentrum Wildeshausen geströmt, um beim landkreisweiten Aktionstag mitzumischen. Zum dritten Mal, erklärt Jugendpfleger Dirk Emmerich, habe der Kreis den „Jungs-Tag“ ausgerichtet, gewissermaßen als Gegenstück zum längst etablierten Event „Mädchen in Aktion“ (MiA).

Das Feine an einem Bumerang sei, findet der zehnjährige Jon aus Wildeshausen, dass er immer wiederkomme. Man werfe ihn in die eine Richtung und aus der anderen fliege er einem wieder in die Hände. Das habe er zwar noch nicht ausprobiert, es sei aber so. Und deswegen habe er sich zum „Bumerang bauen“ beim Aktionstag „Jungs!“ im Jugendzentrum Wildeshausen angemeldet, erklärt Jon und feilt noch ein wenig an seinem Tagwerk.

Spezifische Interessen

„Einfach toll“ findet Emmerich, dass sich zu „Jungs!“ Kinder aus diversen Dörfern und Gemeinden der Region träfen und womöglich langfristige Freundschaften schlössen. Außerdem hätten Jungen - wie doch auch Mädchen - , ohne alte Klischees aufwärmen zu wollen, durchaus spezifische Interessen, welchen nachzukommen ihr gutes Recht sei.

Mix aus Workshops

Um den Jungs hierbei zu helfen, hatte das Jugendzentrum Wildeshausen für den Aktionstag einen Mix aus Workshops zusammengestellt, die künstlerische, technische, handwerkliche und sportliche Neigungen bedienten: vom Drahtskulpturen-Basteln über einen Schrauber-Workshop bis hin zum Federfußball und zum Klettern.

Da schwärmte der 13-jährige Hakon aus Hude beim Bauen eines Nistkastens, dass er unheimlich gern handwerklich arbeite. Der zehnjährige Lorenz aus Wildeshausen ergänzte, dass es zudem Spaß mache, etwas für Tiere zu tun. Ganz ohne ideologischen Hintergrund dagegen fand es der zwölfjährige Melchior aus Großenkneten einfach nur „cool“, aus einem Kunststoff-Panzer-Rohr vom Elektriker, in welchem sonst Leitungen verlegt werden, mit einer Heißluftpistole einen Bogen zu formen.

Bogenbau begeistert

Wie Frank Düvel, Jugendpfleger in Hude, versicherte, erführen die Bogenbauer übrigens regelmäßig ein großartiges Feedback durch die Eltern der Kinder. Denn diese fänden es in aller Regel viel besser, wenn ihre Söhne an der frischen Luft Pfeile durch die Gegend schössen, als wenn sie in der „Bude“ vor der Play-Station säßen.