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Katharina Janßen managt Konzert Feuertaufe mit Skerryvore in Hude bestanden

Von Reiner Haase | 22.03.2015, 13:24 Uhr

Zwei Tage lang wurde in Hude schottische Kultur gefeiert. Die 20-jährige Katharina Janßen hatte als Organisatorin erstmals „den Hut auf“.

Katharina Janßen hat am Wochenende die Feuertaufe als Veranstaltungsorganisatorin bestanden. Die junge Huderin hat dafür gesorgt, dass bei den schottischen Tagen am Freitag und Sonnabend im Kulturhof ein Rädchen ins andere gegriffen hat und weit mehr als 200 Freunde des Keltischen auf ihre Kosten gekommen sind. „Es hilft natürlich, dass wir viel Erfahrung aus den Celtic Days mitbringen“, sagte sie zur Halbzeit der Veranstaltung.

„Ich bin mit den Celtic Days aufgewachsen“, erzählt die 20-jährige Tochter Alfred Janßens, der die große Kulturveranstaltung in Hude, die jetzt nur noch alle zwei Jahre stattfindet, seit vielen Jahren aus dem Verein Pro Musica Activa heraus mitgestaltet. Vom Einsammeln leergetrunkener Gläser über die Band-Betreuung bis zur Programmplanung hat Katharina jetzt alles schon mitgemacht. Aus den Erfahrungen schmiedet sie Pläne für die Zukunft: Ein freiwilliges kulturelles Jahr hat sie bereits absolviert. Zurzeit steckt sie bei einer renommierten Bremer Veranstaltungsfirma mitten in der Ausbildung zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit. Anfang nächsten Jahres will sie die Lehrzeit abschließen und dann ab Herbst an der Leuphana-Universität in Lüneburg Kulturwissenschaften studieren.

Anker-Gruppe der ersten Veranstaltung, bei der Katharina „den Hut aufhatte“, wie sie sagt, war die schottische Band Skerryvore. „Sie ist bei den Celtic Days 2014 begeistert gefeiert worden und zieht Fans an, die mehr als 100 Kilometer Anreise auf sich nehmen“, berichtet sie. Der neuerliche Auftritt war zwar schon 2014 mündlich vereinbart, aber noch vertraglich zu regeln. Vor der Ankunft am Freitagmittag war der siebenköpfigen Band aus Schottland im Kulturhof ein Aufenthaltsraum herzurichten, und die Bühne im Saal war mit der richtigen Technik auszustatten. Und dann wollte das Publikum auch richtig begleitet sein. Sie habe vorher gewusst, dass sie sich auf das Catering-, das Theken- und das Orga-Team verlassen kann.

Als Überbrückung der Lücke für die weit Angereisten und die eingefleischten Celtic-Fans zwischen den beiden Skerryvore-Auftritten war das Programm am Sonnabendmittag mit Tanz und Musik auf der „open stage“, mit Informationen und Klönschnack vorbereitet. Alles lief glatt, nur „Haggis“, das etwas spezielle schottische Nationalgericht, war stärker nachgefragt als erwartet. Sowas passiere auch Routiniers, und es habe Alternativen gegeben, stellt Katharina ungerührt fest.