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Kein Flüchtlingsheim in Bookhorn Maximal 25 Flüchtlinge in Ganderkeseer Unterkünften

Von Thorsten Konkel | 28.07.2015, 09:12 Uhr

Ein am Montag von den Fraktionsvorsitzenden von CDU, SPD, den Grünen, der FDP sowie von den Freien Wählern gemeinsam eingebrachter Antrag fordert, in künftigen Sammelunterkünften nur maximal 25 Flüchtlinge unterzubringen.

Die Verwaltung hält nach wie vor an der dezentralen Unterbringung von Flüchtlingen in Ganderkesee fest. Fünf weitere Wohnungen sollen in Kürze angemietet werden, berichtete der Fachdienstleiter Soziales, Rainer Heinken, am Montag dem dk.

Standorte für Sammelunterkünfte geprüft

Angesichts der nicht abzuschätzenden Zahl künftiger Zuweisungen an Flüchtlingen prüfe die Verwaltung auch Optionen auf zentrale Sammelunterbringung außerhalb der bereits im Gespräch befindlichen Standorte Haus Cristina in Rethorn und dem Steinkimmer Jugendhof .

Gemeindeimmobilien im Fokus

Dazu würden vor allem auch Immobilien im Gemeindeeigentum auf Tauglichkeit untersucht. Eine Unterbringung von Flüchtlingen in der Alten Schule Bookhorn schloss Heinken vorerst aus. Man wisse aber nicht, wie sich die Flüchtlingsströme in einem halben Jahr entwickeln würden.

In der Gemeinde Ganderkesee sei nach Stand vom Montag von einer Zuweisung von weiteren 116 Flüchtlingen auszugehen, erklärte die FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Daniel, wobei diese Zahl sich im dritten Quartal sicher noch erhöhen werde.

Maximal 25 Flüchtlinge pro Unterkunft

Die Problematik der Gemeinschaftsunterkünfte werde auch von allen Fraktionen des Gemeinderates gesehen, betonte Daniel am Montag in einem gemeinsamen Antrag der Ratsfraktionen von CDU, SPD, den Grünen, der FDP sowie von den Freien Wählern.

Der von den Fraktionsvorsitzenden gemeinsam eingebrachte Antrag untermauert die bereits in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärte Absicht, dass Gemeinschaftsunterkünfte nur mit maximal 25 Personen politisch gewollt sind. Nur so könne eine Integration erfolgreich sein. Beantragt wird die Einrichtung einer Gemeinschaftsunterkunft mit maximal 25 Personen pro Standort. Vorrangig sollen Flüchtlinge auch künftig in Wohnungen untergebracht werden.

Ausreichende Betreuung gefordert

Auch die ausreichende Betreuung in den Gemeinschaftsunterkünften wird beantragt. Ebenso soll gewährleistet sein, dass es ständig erreichbare Kontaktadressen gibt sowie „weitere notwendige Maßnahmen, die akzeptabel für die Einwohner unserer Gemeinde und die Flüchtlinge sind“, heißt es.

Auch wenn in Rethorn und Steinkimmen jeweils 25 Flüchtlinge unterkommen könnten, hätte die Gemeinde ihre Quote noch nicht erfüllt, betonte Rainer Heinken. Mögliche Standorte öffentlich zu benennen, wie von der Bürgerinitiative Rethorn gefordert (dk berichtete) , brächte nur Unruhe.

Erst müsste die Eignung geprüft werden. Auch wolle man die Bauerschaften nicht gegeneinander ausspielen.