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Kinder „stürzen“ sich auf Bücher Leseclubs bescheren Ganderkeseer Gemeindebücherei junges Publikum

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 07.07.2016, 15:18 Uhr

Der „Sommer Lese Club“ für die größeren Schüler und der „Junior Lese Club“ für Grundschüler liegen momentan etwa gleich auf, hat Sigrid Kautzsch beobachtet. Der eine wie der andere zählten etwas mehr als 100 Mitglieder, sagt die Leiterin der Gemeindebücherei.

Sowohl die Grundschüler als auch die größeren Jungen und Mädchen machten den diesjährigen Mottos ihrer Clubs alle Ehre: „Läuft bei dir“ und „Stürz dich auf den Bücherstapel!“ lauten diese Wahlsprüche.

Abschlussparty am Mittwoch, 3. August

Mit den Leseclubs hoffe die Bücherei, möglichst viele Jungen und Mädchen an die Welt der Bücher heranzuführen, erklärt Kautzsch. Es handele sich um eine Initiative aus Nordrhein-Westfalen, welche die Gemeindebücherei Ganderkesee indes individuell ausgestalte . So liefen die Clubs für die hiesigen Teilnehmer auf eine finale Abschlussparty am Mittwoch, 3. August, in der Mensa „Am Steinacker“ hinaus.

Dort, so der Plan, erhalten die Schüler für ihre erfolgreiche Teilnahme an den Leseclubs nicht nur Urkunden. Der Rezitator Rainer Rudloff wird ihnen zudem etwas vorlesen, den jüngeren ab 15 Uhr, den älteren ab 17 Uhr.

Urkunden werden verliehen

 Mindestens drei Bücher müssten die Schüler der Clubs während der Sommerferien lesen, um am Ende die Urkunde zu erhalten, erklärt Kautzsch die Modalitäten der Clubs. Um einen zusätzlichen Anreiz zu schaffen, habe sie für die Gemeindebibliothek 370 neue Bücher angeschafft, welche zunächst ausschließlich für die Club-Mitglieder bestimmt seien. Ein großer Teil der Titel sei bereits verliehen, stellt Kautzsch zufrieden fest.

Lesen ist reizvoll“

Einige der Bücher hat sich die zwölfjährige Vivien genommen. Es sei reizvoll, Bücher zu lesen, die sonst noch kaum jemand kenne, weil sie eben neu seien, sagt sie. Außerdem könnten die langen Ferien ohne Bücher „auch ein bisschen langweilig“ werden. Ihre neunjährigen Brüder Phileas und Tobin finden das Ganze einfach „lustig“. Außerdem seien sie stolz, wenn es ihnen gelänge, viele Bücher zu lesen.

Doch auch unabhängig von den Leseclubs tue sich dieser Tage eine ganze Menge in der Bücherei, sagt Kautzsch. Nicht nur, dass sich, zumal vormittags, mehr Kinder blicken ließen als während der Schulzeit. Hin und wieder lerne sie nun zudem die Großeltern der Jungen und Mädchen kennen. Denn während der Ferien böten sich den Familien eben mehr Gelegenheiten für gemeinschaftliche Erlebnisse als während der Schulzeit: nicht selten offenbar zugunsten kollektiver Lesestunden oder auch, um zusammen einen schönen Film zu gucken.