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„Kirche am Wegesrand“ In Schönemoor stilles Gedenken in bewegten Zeiten

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 01.08.2016, 21:32 Uhr

Zum Gedenken an die Opfer von Terror und Gewalt, die bei den jüngsten Terroranschlägen in Deutschland und Frankreich sowie beim Münchner Amoklauf ihr Leben verloren haben oder verletzt worden sind, hat die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Schönemoor am Sonntag eine Gebets- und Gedenknische vor dem Altar der St.-Katharinen-Kirche eingerichtet.

Pastorin Susanne Wöhler und Besucher der Aktion „Kirche am Wegesrand“ entzündeten vor einer Andacht Kerzen für die Opfer.

Ort der Trauer

„Wir möchten den Menschen einen Ort zur Trauer geben und ein Ventil, um ihre Ängste abzubauen“, sagte Wöhler. Auf einem Block konnten die Kirchenbesucher ihre Gedanken zu den schrecklichen Bluttaten festhalten.

„Kirche am Wegesrand“

Doch nicht nur wegen des Gedenkens waren am Sonntag rund 60 Besucher zur Schönemoorer Kirche gekommen: Die letzte der sechs Ferienaktionen „Kirche am Wegesrand“ zeigte einmal mehr, wie unterschiedlich die Motive der Menschen für einen Kirchenbesuch waren. „Ort der Rast bei der Bewältigung des Pilgerwegs, ein Treffpunkt für Bekannte oder Weg, um das Gespräch bezüglich Glaubensfragen zu suchen“, benannte Wöhler einige der Beweggründe der Besucher.

Viele ehrenamtliche Helfer

Insgesamt habe sich auch in diesem Jahr die Aktion, bei der viele Ehrenamtliche der Kirchengemeinde eingebunden waren, gelohnt. „Zwischen 50 und 100 Besucher hatten wir jeweils an den Sonntagen“, berichtete Wöhler.