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Kita-Planung in Hude Bäume für neue Kita in Hude gefällt

Von Reiner Haase | 28.02.2019, 16:09 Uhr

Mit einer Baumfällaktion auf dem Spielplatz Jägerstraße sind Fakten für den geplanten Bau einer Kita geschaffen worden. Die Bauarbeiten sollen im Herbst beginnen.

Die Gemeinde Hude hat am Mittwoch die Baumreihe quer über den Spielplatz Jägerstraße fällen lassen. „Wir haben rechtzeitig vor der Brut- und Setzzeit das Baufeld für die Kita Amselstraße geräumt“, stellt Bürgermeister Holger Lebedinzew klar. Ab dem 1. März sei das Fällen von Bäumen nur mit einer Sondergenehmigung der Naturschutzbehörde zulässig. „Niemand, ich nicht und auch nicht der Kommunalverbund, fällt gerne Bäume. Aber wir wollen keinesfalls in Zeitverzug geraten“, betont der Bürgermeister.

Fällungen nicht zu vermeiden

Anwohner haben die Baumfällungen auf dem beliebtesten Huder Spielplatz hautnah miterlebt, einige mit Tränen in den Augen, zumal auch teils mächtige Eichen zerlegt worden sind. Die im Auftrag der Gemeinde tätige Architektin Ramona Kohl vom Planungsbüro Thalen Consult hatte im Januar im Sozialausschuss dargestellt, dass die Kita für sechs Gruppen knapp und nur zu Lasten der Baumreihe auf das Spielplatzgrundstück passt. Bürgermeister Lebedinzew erinnert jetzt daran, dass eine andere Platzierung der Gebäude auf dem Spielplatzgrundstück ebenfalls Bäume und noch mehr öffentliche Fläche gekostet hätte. Jetzt blieben immerhin rund die Hälfte des Platzes öffentlich zugänglich und die Bäume am Rande erhalten.

Feinarbeit an Plänen läuft

Die bisher im Groben vorgestellten Pläne werden laut Bürgermeister Lebedinzew derzeit für den Bauantrag und die weiteren Beratungen in den Ratsgremien feingezeichnet. Er rechnet damit, dass die Bauarbeiten im Herbst beginnen können. Er hofft, dass die neue Einrichtung für vier Kita- und zwei Krippengruppen im Laufe des Kindergartenjahrs 2020/2021 eingeweiht werden kann.

Kein Flächenzukauf möglich

Der Bürgermeister weist auch darauf hin, dass sich der kurzfristig noch zum Antrag erhobene Wunsch einer Bürgerinitiative, der SPD und der Grünen im Nachhinein zerschlagen hat, die Kita über die Spielplatzgrenze hinaus Richtung des Mehrfamilienhauses Finkenstraße 1 zu verschieben. „Die Eigentümer haben uns jetzt mitgeteilt, dass sie keinen Quadratmeter mehr an die Gemeinde verkaufen wollen“, berichtet Lebedinzew. Es bleibe dabei, dass nur der Streifen einer Rasenfläche zwischen der Amselstraße und dem Mehrfamilienhaus hergegeben wird, der für Parkplätze für das Kita-Personal benötigt wird.