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Kitas in Ganderkesee Beitragsfreiheit reißt Loch in Ganderkesees Haushalt

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 21.04.2018, 14:31 Uhr

Der erhöhte Zuschuss vom Land für das Personal in Kitas reicht für Ganderkesee nicht aus, den Einnahmeausfall durch die Beitragsfreiheit auszugleichen. Die Gemeinde fordert Nachverhandlungen.

Die Gemeinde Ganderkesee steht laut Erstem Gemeinderat Rainer Lange voll hinter der Forderung des Städte- und Gemeindebunds nach verbessertem finanziellem Ausgleich für den kostenlosen Kita-Platz für Kinder ab drei Jahren. „Mit dem Land Niedersachsen muss nachverhandelt werden“, fordert Lange.

66-Prozent-Forderung

Das Land will, wie berichtet, den Einnahmeausfall der Kommunen durch Übernahme von 56 Prozent der Personalkosten ausgleichen und diesen Prozentsatz schrittweise auf 58 Prozent steigern. „Der Städte- und Gemeindeverband fordert 66 Prozent. Das entspricht genau unseren Zahlen“, berichtete Lange jetzt im Sozialausschuss des Gemeinderats.

Sechsstellige Defizite

Den Berechnungen im Rathaus zufolge entgehen der Gemeinde in diesem Jahr für den Zeitraum August bis Dezember 140.000 Euro. Für 2019 sind 323.000 Euro Defizit errechnet, 291.000 Euro für 2020. Auch in den Folgejahren fehlt laut Lange rund eine Viertelmillion. Das Land wolle für besonders klamme Kommunen einen Härtefallfonds schaffen. Lange bezweifelt allerdings, dass Ganderkesee zu diesen Gemeinden zählt.