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Kleinster Spielplatz in Hude Spiele im Klosterbezirk in Hude sind die Härte

Von Reiner Haase | 10.08.2015, 17:59 Uhr

Der Klosterort Hude ist um den kleinsten Spielplatz in der Gemeinde bereichert. Er ist im Klosterbezirk zu finden, unmittelbar neben der Wassermühle.

Ein Findling, zwei Spieler, drei helle und drei dunkle Steine, und schon läuft das Radmühle-Spiel: Der Klosterort Hude ist um den kleinsten Spielplatz in der Gemeinde bereichert. Er ist im Klosterbezirk zu finden, unmittelbar neben der Wassermühle. Spieleerfinder Helmut Punke und Bürgermeister Holger Lebedinzew haben ihn mit dem Besitzer, dem Klosterschänken-Wirt Jens Burgdorf, und den Herstellern Christof und Jendrik Cordes eingeweiht.

Findlinge gestaltet

„Dieser Spielplatz passt bestens an die Straße der Megalithkultur“, sagt Bürgermeister Lebedinzew. Er besteht aus zwei Findlingen, die in der Eiszeit hierher geschoben worden sind. Auf Vorschlag Punkes haben Christof und Jendrik Cordes aus Wüsting, der eine Steinmetz- und Bildhauermeister, der andere Garten- und Landschaftsbaumeister, zwei von der Klosterschänke bereitgestellte Granitbrocken gestaltet und vor die Wassermühle gesetzt. Drei Tage Arbeitszeit und das eingesetzte Material hat der Steinmetzbetrieb Cordes, Wüsting und Bremen, für den Klosterbezirk gespendet.

Für Kinder und Erwachsene

Den einen Findling ziert jetzt ein Radmühle-Spiel, das schon den alten Ägyptern zum Zeitvertreib und Gehirnjogging gereicht hat. Es gilt, den Gegner durch geschicktes Setzen und Ziehen so auszutricksen, dass eine durchgängige Speiche entsteht. Das erste Spiel hat der Bürgermeister gegen den Spieleerfinder gewonnen, ohne dass er das gleich gemerkt hat. „Ganz schön knifflig“, stellt Lebedinzew fest, „und bestens geeignet für Kinder und Erwachsene.“

Silhouette des Klosters

Begeistert ist der Bürgermeister von der Gestaltung des zweiten Spielsteins: Für das von Punke erfundene „Klosterschnippspiel“ ist mit viel Aufwand die Silhouette des Klosters in den Stein geschliffen, und in der Silhouette befinden sich vier Mulden mit den Zahlen 1,2,3 und 2. Das ist kein Zufall: im Jahre 1232 ist das Zisterzienserkloster in Hude gegründet worden. Es gilt, einen Stein in die Mulden zu schnippen; für jeden Treffer gibt es den entsprechenden Abzug von der Grundzahl 7. Wer zuerst 0 erreicht, hat gewonnen. „Die Regel ist einfach, aber die Ausführung schwierig“, urteilt Testspieler Lebedinzew. Für beide Spiele sind Steinchen in einem Korb zu finden.

800-Kilo-Brocken

Wirt Burgdorf freut sich, dass er seinen Gästen und anderen Besuchern des Klosterbezirks etwas Abwechslung bieten kann. Er kann ziemlich sicher sein, dass die Spielgeräte nicht geklaut oder zerstört werden. Der größere Stein ist 800 Kilogramm schwer, der kleinere nicht viel leichter. Und beide sind verdammt hart.

Steinspiel als Geschäftsidee

Die Firma Cordes hat bisher hauptsächlich Grabmäler gestaltet. Der Bereich Garten- und Landschaftsbau soll ausgeweitet werden. „Ein Findling mit Steinspiel könnte ein Gestaltungselement sein“, sagt Christof Cordes.