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Klimaschutz in Ganderkesee Ganderkeseer Prämienprogramm zum Klimaschutz auf der Zielgeraden

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 12.07.2016, 16:30 Uhr

Unter dem Motto „Wir tun dem Klima Gutes!“ läuft seit September letzten Jahres ein von dem Ganderkeseer Klimaschutzmanager Lars Gremlowski entwickeltes Prämienprogramm. Rund sieben Wochen vor dem Abgabeschluss hat Gremlowksi am Dienstag auf dem Wertstoffhof noch einmal für das Programm geworben und eine der Teilnehmerinnen berichten lassen, wie einfach das Punktesammeln für Prämien und den Klimaschutz ist.

 2000 Prämienheftchen mit Vorschlägen, Tipps und Teilnahmemöglichkeiten rund um das Energiesparen waren im September gedruckt worden, 150 davon sind noch im Rathaus, im Bürgerbüro in Bookholzberg, in der regioVHS sowie in den Büchereien erhältlich.

„Abgabe auf den letzten Drücker“

Lediglich zwölf Teilnehmer haben aber bislang ihre Nachweise im Rathaus eingereicht – für Gremlowski ist das aber kein Grund zur Sorge: „Wir gehen davon aus, dass die Bürger ihre Prämiennachweise erst auf den letzten Drücker bei uns einreichen werden, da sie auf eine möglichst hohe Punktezahl hinarbeiten“, sagte er am Dienstagvormittag auf dem Wertstoffhof, den das Unternehmen k-Nord an der Weststraße 10 für den Landkreis Oldenburg betreibt.

Neue Elektrogeräte kaufen, alte korrekt entsorgen

Dorthin hatte Gremlowski eingeladen, weil die Anschaffung neuer und energiesparender Elektrogeräte erheblich zum Klimaschutz beiträgt. Diese Bilanz solle aber nicht dadurch getrübt werden, dass die Altgeräte später achtlos im Hausmüll landen, betonte Andreas Melle, Anlagenleiter bei k-Nord. Ordnungsgemäß hat Christa Lamping ihren alten Drucker an der Weststraße einer weiteren Verwertung zugeführt . Damit hat die Ganderkeseerin nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch gleich Punkte beim Prämienprogramm eingeheimst.

Individuelle Ideen zum Klimaschutz

Denn neben diversen feststehenden Kategorien erhöhen auch individuelle Maßnahmen das Punktekonto – und so die Aussichten auf Prämien oder Hauptgewinne. Lamping war darin erfinderisch: „Ich habe mir zwei Fahrradkörbe ans Rad montiert, um Einkäufe im Ort künftig mit dem Rad zu erledigen“, verriet sie. Auch die Elektrogeräte im Haushalt hat ihre Familie mit einem Strommessgerät überprüft und so manche Einsparmöglichkeit entdeckt. „Unsere dimmbaren Lampen verbrauchen auch im ausgeschalteten Zustand Strom, das hat uns überrascht“, gestand sie.

. Stromfresser rauswerfen

Und auch LED-Leuchtmittel sowie eine neue Geschirrspülmaschine werden jetzt im Lamping-Haushalt eingesetzt. Ob es nun an der Lust der Ganderkeseer und der Kreisbewohner liegt, Energie einzusparen, oder ob die Elektrogeräte heute immer schneller ersetzt werden, weil neue Geräte auch neue Funktionen bieten – so viele Tonnen an Elektroschrott wie im vergangenen Jahr hatte der Wertstoffhof bislang noch nicht angenommen.

220 Tonnen Elektroschrott gesammelt

 Von den 220 Tonnen Recyclingschrott waren 49 Tonnen alte TV-Geräte , 70 Tonnen bestanden aus Computern und Musikanlagen, 43 Tonnen Kühlschränke wurde eingesammelt und 48 Tonnen an Weißgeräten kamen zum Recycling. Immer mehr Geräte, so die Erfahrung der Verwertungsexperten, wären dabei eigentlich noch zu verwenden, haben somit keinen Defekt.

Teilnahme noch bis 31. August möglich

 Bis zum 31. August 2016 können in der Gemeinde wohnende Bürger bei höchst unterschiedlichen Aktionen oder Anlässen Punkte sammeln und sich so neben vielen Prämien auch die Chance auf insgesamt 16 Hauptpreise sichern. Die Ausgabe der Prämien und Preise erfolgt dann beim nächsten Herbstmarkt am 18. September 2016.