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Klimaschutz und Spritsparen Portal soll Ganderkeseer Pendler zusammenführen

Von Britta Buntemeyer | 10.04.2015, 21:23 Uhr

Spritkosten sparen, CO2-Emissionen reduzieren, den Verkehr entlasten: Ein Pendlerportal soll Ganderkeseer zum Bilden von Fahrgemeinschaften anspornen.

Fast 8800 Berufspendler sind laut Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr täglich von der Gemeinde Ganderkesee aus ins Umland zur Arbeit gefahren. 4772 Einpendler gab es 2014. Die Gemeinde wirbt daher vermehrt für Fahrgemeinschaften und hat ein Pendlerportal geschaltet, das über den Link www.pendler-ganderkesee.de abrufbar ist. Pendler können ihre Fahrten einstellen oder selbst nach Mitfahrgelegenheiten suchen. Ziel ist es, den Verkehr zu entlasten sowie den CO2-Ausstoß zu verringern. Autofahrer sparen ebenso Sprit und Geld. Fast 3000 Berufspendler aus Ganderkesee sind in Bremen tätig, etwa 550 Bremer arbeiten wiederum in der Gemeinde. „Im Fokus stehen vor allem die Berufspendler, deren Zahl über die Jahre stetig steigt“, erklärt Erster Gemeinderat Rainer Lange. Die Arbeitswelt habe sich zunehmend verändert, Arbeitswege nähmen zu, viele Ganderkesee arbeiteten im nahen und fernen Umland. Doch nicht nur Berufspendler, auch alle anderen Interessierten können das Pendlerportal nutzen.

Das Thema Mobilität steht ganz oben im Klimaschutzkonzept der Gemeinde. Abstellanlagen für Fahrräder sollen im Sommer an den Bahnhöfen Bookholzberg, Schierbrok und Hoykenkamp entstehen. Die Pendlerparkplätze in Almsloh und Grüppenbühren sollen noch in diesem Jahr eine energieeffiziente Beleuchtung erhalten und optimiert werden. Der Verkehrsentwicklungsplan wird mit dem Schwerpunkt Radwegenetz neu aufgestellt. Laut Rainer Lange soll im nächsten Fachausschuss zudem eine Verlängerung der Stelle des Klimaschutzmanagers um zwei weitere Jahre verlangt werden.

Das Pendlerportal soll einen Anreiz und eine Hilfestellung bieten, klima- und geldbeutelschonend zu handeln. Auch wenn bereits viele ihren Arbeitsweg mit Bahn und Bus zurücklegen. „Dennoch fahren die meisten Menschen mit dem Auto“, sagt Lars Gremlowski, Klimaschutzbeauftragter der Gemeinden Ganderkesee und Dötlingen. Es sei bereits ein Erfolg, wenn sich zwei Pendler zusammenschließen, um CO2-Emissionen unmittelbar zu halbieren.

Neue Flyer zum Pendlerportal werden ab kommender Woche unter anderem in der regioVHS und im Bürgerbüro ausgelegt. Zudem präsentiert Gremlowski das Portal beim morgigen „Frühlingserwachen“ in Ganderkesee und beim Bookholzberger Frühlingsmarkt am 26. April.