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Klimaschutzaktion in Ganderkesee Kindergärten verzichten einen Tag lang auf Strom

Von Dirk Hamm | 07.04.2017, 18:08 Uhr

Einen Tag ohne Strom haben die Kindertagesstätten in Ganderkesee und Dötlingen am Freitag durchgespielt.

Im Montessori-Kinderhaus an der Adelheider Straße waren dabei sogar die Batterien in den Uhren verpönt. Die älteren Kinder konnten dennoch jederzeit sagen, wie spät es ist – jedenfalls, solange die Sonne schien: Sie mussten dazu draußen auf dem Hof ablesen, auf welchen der unterschiedlich großen Steinhaufen der Schatten der improvisierten Sonnenuhr fiel.

Morgenkreis im Kerzenschein

Lichtschalter wurden einen ganzen Tag lang nicht betätigt, und zum Morgenkreis versammelten sich die Kinder bei abgedunkelten Fenstern im Kerzenschein. Außerdem war nach dem Frühstück selber Abwaschen angesagt, denn auf den Geschirrspüler wurde im Montessori-Kinderhaus an diesem Tag bewusst verzichtet. Und auch die Küche blieb kalt, stattdessen gab es Würstchen vom Gasgrill.

Klimaschutzaktion wird 2018 fortgesetzt

Zum dritten Mal hatte Klimaschutzmanager Lars Gremlowski in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Hollen einen Klimaschutztag für die 24 Kitas in Ganderkesee und Dötlingen vorbereitet. Ernährung und Konsum waren die Schwerpunkte der ersten beiden Ausgaben.

Nachdem erneut nahezu alle der Kitas in beiden Gemeinden mitgemacht und dazu im Vorfeld in einem RUZ-Workshop zahlreiche Anregungen erhalten haben, sprach Gremlowski am Freitag von einer „Verstetigung“ der Aktion, die jährlich fortgesetzt werden soll. Für das kommende Jahr sei bereits das Thema „Mobilität und Klimaschutz“ ausgewählt worden.

Beteiligte setzen auf Sensibilisierung der Kinder

Sowohl der Klimaschutzmanager als auch Katharina Witte vom RUZ Hollen setzen darauf, dass die Kinder durch den Aktionstag sowie begleitende Gespräche und Spiele in den Gruppen dafür sensibilisiert werden konnten, mit dem elektrischen Strom nicht verschwenderisch umzugehen. Witte: „Wir hoffen darauf, dass die Kinder das mit nach Hause tragen und an die Eltern weitergeben.“