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Klosterbezirk Hude Parken am Huder Kloster zwischen Rasen und Bäumen

Von Reiner Haase | 16.11.2018, 15:58 Uhr

Hude Hude will 2019 die Parkmöglichkeiten im Klosterbezirk verbessern. Es gibt Lob für die geplant lockere Gestaltung und Kritik an den Kosten.

Autofahrer sollen in naher Zukunft im Huder Klosterbereich leichter einen Parkplatz finden. Planer Jens Gerdes, Oldenburg, hat jetzt im Ausschuss für Gemeindeentwicklung zwei Varianten für die Gestaltung eines Parkplatzes nördlich der Kirchstraße direkt am Bahndamm vorgestellt. Es gab positive Reaktionen, aber auch harsche Kritik: „Eine Viertelmillion für 14 Parkplätze mehr – das kann’s nicht sein. Mit meiner Stimme geht das nicht durch“, donnerte Wilfried Siems (CDU).

Sechsstellige Summe für Bau und Planung

Tatsächlich hat die Gemeindeverwaltung 230.000 Euro Bau- und Planungskosten errechnet für einen Parkplatz mit 24 bis 26 Stellplätzen für Personenwagen, zwei Behindertenparkplätze, zwei Busstellplätze, drei bis vier Wohnmobilplätze mit Versorgungssäulen sowie eine Abstellfläche für sechs Motorräder. Auch Stromzapfstellen für E-Autos sind vorgesehen. Im Gegenzug würden etwa zehn Stellplätze direkt an der Fahrbahn der Kirchstraße wegfallen. Hude hofft auf einen 100.000-Euro-Zuschuss aus dem Leader-Förderprogramm.

Wendeplatz für Lastwagen

Der Parkplatz wird laut Gerdes so ausgebaut, dass Lastwagen hier wenden können, die über den Straßenzug Hurreler Straße/Kirchstraße gefahren, aber zu hoch für die Eisenbahnunterführung sind. Gepflastert werden sollen nur die Ein- und die Ausfahrt.

Vielbesuchte Ziele rundum

Passend zur Umgebung mit der Klosterruine als touristischem Höhepunkt, dem Friedhof, der Kirche, der Klostermühle und der Klosterschänke, dem privaten von-Witzleben-Park und dem nahegelegenen Kulturhof an der Parkstraße soll das 2200 Quadratmeter große Grundstück locker im Stil eines Dorfangers gestaltet werden. Bäume auf zurückhaltend gepflegten Rasenflächen sollen den Platz auflockern.

15 Jahre Vorgeschichte

SPD-Sprecherin Ulrike Janz-Janzen lobte den Planer für die gute Abstimmung mit den Klosterfreunden. Sie wies darauf hin, dass „15 Jahre Vorgeschichte“ abgeschlossen werden könnten.

Klosterfreunde loben Gestaltung

Wolfgang Schaller, Vorsitzender der Klosterfreunde, äußerte sich sehr zufrieden mit der landschaftlichen Gestaltung. Er bemängelte allerdings, dass für Busse reine Stellplätze ohne Ein- und Ausstiegsmöglichkeit vorgesehen sind. Er erinnerte daran, dass die Klosterfreunde auch noch eine Orientierungstafel und ein Behinderten-WC auf dem Wunschzettel haben.

Ratspolitik berät weiter

Die Planung wird jetzt in den Ratsfraktionen beraten. Ziel ist es, das erforderliche Geld im Haushaltsplan 2019 zu verankern.