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Klosterruine in Hude Bauzaun sperrt die Klosterruine in Hude ab

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 13.04.2017, 21:24 Uhr

Ein provisorischer Bauzaun versperrt den Durchgang zum Gelände der Klosterruine Das Betreten ist jetzt nur noch mit geschultem Fachpersonal möglich.

Die lange Zeit freien Zugangs zum Gelände der Klosterruine in Hude ist vorbei. „Wir müssen das Denkmal dauerhaft vor unkontrolliertem Zutritt schützen“, sagt Bürgermeister Holger Lebedinzew. „Alles andere würde sich im Bereich der Fahrlässigkeit bewegen“, ergänzt er. Als Vertreter der Gemeinde, dem Pächter des weithin bekannten und beliebten Geländes, weiß er sich auf einer Linie mit der Familie von Witzleben, den Eigentümern, und den Klosterfreunden als Bindeglied zur Öffentlichkeit.

Hochgradig gefährdete Stellen

„Die freie öffentliche Zugänglichkeit sollte eingeschränkt werden und eine Besichtigung nur im Beisein von geschultem Fachpersonal erfolgen“: Das jüngst erstellte Gutachten des Monumentendienstes enthält diesen Satz mit einem dicken Ausrufezeichen und hat die für die Sicherheit der Besucher Verantwortlichen laut Lebedinzew zum Handeln gezwungen. Der Bauzaun, der vor dem Osterfest mit erwartet großer Besucherzahl aufgestellt worden ist, sei ein Provisorium. „Statt des Bauzauns muss eine denkmalgerechte Lösung her“, betont Hermann Schiefer, Fachberater des im Denkmalschutz aktiven Monumentendienstes. „Ich bin froh, dass die Gemeinde so schnell reagiert hat“, ergänzt Schiefer. Er verweist auf mehrere bisher frei zugängliche Stellen an denen Steine oder Steinbrocken abzustürzen drohen. Es gebe einige hochgradig gefährdete Stellen, weiß nun auch Wolfgang Schaller von den Klosterfreunden.

Sanierungskonzepte nötig

„Vorneweg geht es um die Sicherheit der Menschen. Es geht aber auch darum, das Baudenkmal zu sichern“, sagt Bürgermeister Lebedinzew, „vielleicht nicht für noch einmal 800 Jahre, aber für lange Zeit.“ Neben aufwendiger Planung durch Fachbüros gehe es dabei auch um die Kosten. Die Mittel der Eigentümer-Familie und der Gemeinde seien begrenzt. Der Landkreis Oldenburg ist schon eingebunden, das Land und der Bund sind noch zu aktivieren.