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„KNUTschen“ in Ganderkesee Fest „Knutschen“ lockt Tausende nach Ganderkesee

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 07.01.2018, 20:27 Uhr

Tausende haben am Sonntag das Schredderfest „KNUTschen“ in Ganderkesee besucht. Im Tannenbaum-Weitwurf hat Tim Intemann nun das Triple geschafft.

Inmitten zahlreicher Besucher war Uwe Meyer am Sonntag beim „KNUTschen“ in der Ganderkesee Ortsmitte gedanklich fünf Wochen voraus. „So ein Wetter am Umzugstag, und das Fest ist gelaufen“, stellte der Präsident des Faschingsveranstalters Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV) mit Blick auf den strahlend blauen Himmel über dem Marktplatz fest.

Volle Einkaufsmeile

Dort konzentrierten sich die Aktionen des von der Kaufleutevereinigung Gantermarkt organisierten „KNUTschens“. Aber die ganze Einkaufsmeile entlang der Rathausstraße war so belebt wie selten. Zeitweilig war es in manchen Geschäften so voll, dass Kunden lieber das Abwandern anderer abwarteten, statt sich in allzu großes Gedränge zwischen den Verkaufsständern, Ladentischen und Regalen zu schieben.

Tannenbaum im Schredder

Hunderte Ganderkeseer nahmen die Gelegenheit wahr, den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz in den Schredder zu geben und so endgültig Abschied zu nehmen vom Festtagsschmuck. Für jedes Exemplar rückten der Garten- und Landschaftsbauer Volker Kreye und sein Team einen „Knutschein“ heraus, insgesamt 630 Stück. Mit „Knutschein“ wurden in den Geschäften Rabatte gewährt, Sonderangebote unterbreitet oder kleine Präsente ausgehändigt. „Nach 300 Bäumen im ersten und 450 Bäumen im zweiten Jahr haben wir uns deutlich gesteigert“, freute sich der Gantermarkt-Vorsitzende Timo Vetter.

Straße als „Shared Space“

Zu zählen waren die Besucher der Ortsmitte nicht, aber Vetter ist überzeugt, dass es tausende waren. Die Vielzahl traute sich, die Rathausstraße zum „Shared Space“ zu machen und die Fahrbahn mit zu benutzen. „Autos kamen nur im Schritttempo voran“, so Vetter.

Seriensieger Intemann

Zum dritten Mal in Folge hat Tim Intemann den von der Jugendfeuerwehr Ganderkesee betreuten Wettbewerb im Tannenbaumweitwurf gewonnen. Für Vetter hat sich der Verdacht erhärtet, dass der Seriensieger gut trainiert in den Wettbewerb geht: „Er hat dem Schredder zwei Bäume übergeben“, hat er beobachtet.

Lasershow zum Abschluss

Aus „Ed Wood“, dem lebenden Baum auf dem Marktplatz, wurde zum Abschluss des „KNUTschens“ ein Roboter inmitten einer Laser-Show. „Es gab weniger Publikum als bei der Feuershow 2017. Aber es war auch wirklich zu kalt geworden“, so Vetter.