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Kommentar Blutspende stärker ins Bewusstsein rücken

Meinung – Thomas Deeken, Thomas Deeken | 03.07.2016, 17:00 Uhr

In der Gemeinde Ganderkesee ist die Zahl der Blutspender deutlich zurückgegangen. Ein Kommentar von Thomas Deeken

Man kann niemanden zum Blutspenden zwingen. Auch wird man kaum diejenigen erreichen, die schon umkippen, wenn sie beim Doktor nur einen Tropfen Blut abgeben sollen. Und es ist schwierig, die inzwischen sehr vielen Berufstätigen zu gewinnen, die erst dann Feierabend haben, wenn das Rote Kreuz die Spendeaktion bereits beendet hat. Fakt ist: Es gibt zu wenig Spender. Und es müssen neue Ideen auf den Tisch, um dieses Manko abzustellen. Möglicherweise kommen ja mehr Menschen, wenn die Tür zum Blutspenden länger offenstehen würde? Oder wenn sie sich als Gruppe gemeinsam auf den Weg machen – mit Freunden, der Dorfgemeinschaft, der Kegeltruppe oder der Fußballelf.

Wichtig seitens des DRK ist es, viel Werbung auf lokaler und überregionaler Ebene zu machen – wie bei der aktuellen Kampagne mit prominenten Sportlern wie Ex-Handballer Stefan Kretschmar und Kicker Christoph Metzelder. Noch viel wichtiger ist es allerdings, dass wir selbst das Thema Blutspende wieder stärker in unser Bewusstsein rücken: Je größer die Zahl der Spender, desto höher die Chance auf Rettung – auch für uns selbst, wenn wir plötzlich schwer erkranken oder verletzt werden..