Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Kommentar Freiwillige in Hohenböken unterstützen

Meinung – Alexandra Wolff | 24.04.2018, 17:20 Uhr

Auf dem Gut Hohenböken sollen Flüchtlinge einziehen. Damit dort kein Getto entsteht, wollen die Hohenbökener offen auf die Neubürger zugehen, sie feierlich begrüßen und wenn die Wohnungen bezugsfertig sind, soll es einen Tag der offenen Tür geben (dk berichtete). Doch auch danach muss es weitergehen. Und dafür brauchen die Hohenbökener Unterstützung.

Wenn ungefähr 50 Flüchtlinge in das Gut Hohenböken einziehen, ist das ein massiver Zuwachs für das 360-Einwohner-Dorf Hohenböken. Die Familien sollen aus Syrien und dem Irak stammen. In beiden Ländern wird arabisch gesprochen. Wem würde es nicht schwerfallen, den „inneren Schweinehund“ zu überwinden und sich die Sprache, die Kultur und die Mentalität eines Landes zu eigen zu machen, in dem man zwar sicher lebt, aber nicht freiwillig? Vor allem, wenn alle Nachbarn genauso sind wie man selbst, und so Heimat und Vertrautheit in der Fremde vermitteln? Umso wichtiger ist es, dass die Hohenbökener den Flüchtlingen helfen, mit unserem Land vertraut zu werden. Schon jetzt fühlen sich ehrenamtliche Flüchtlingshelfer alleine gelassen. Wenn 50 weitere Flüchtlinge dazu kommen, brauchen die Helfer noch mehr Unterstützung. Auch von hauptamtlicher Seite her. Es gibt zwar schon mehrere hauptamtliche Mitarbeiter, die sich um Flüchtlinge kümmern, aber es werden noch mehr gebraucht. Wo sind die Mitarbeiter, die in den mittlerweile geschlossenen Notaufnahmeeinrichtungen gearbeitet haben? Deren Erfahrung ist jetzt Gold wert.