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Kommentar Gesundheits- und Reaktionstests für ältere Autofahrer

Meinung – Thomas Deeken | 17.11.2018, 08:45 Uhr

Nach einer Reihe von Unfällen in Delmenhorst und Ganderkesee, an denen ältere Autofahrer beteiligt waren, müsste es neue Regelungen geben – möglicherweise Gesundheits- und Reaktionstests. Ein Kommentar.

Mag sein, dass Senioren im Vergleich zu anderen Altersgruppen unterdurchschnittlich häufig in Unfälle mit Personenschäden verwickelt sind, wie Unfallforscher sagen. Trotzdem muss eine neue und verbindliche Regelung her, um das Risiko von Unfällen mit älteren Autofahrern zu minimieren. Gesundheits- und Reaktionstests für Menschen ab 70, eventuell alle zwei Jahre, könnten eine sinnvolle Möglichkeit sein. Schließlich geht es bei Unfällen nicht immer nur um das eigene Leben, in Gefahr sind oft auch andere. Nicht auszudenken, wenn beim irrtümlichen Rückwärtsfahren – wie jetzt in Hoykenkamp – zum Beispiel Mutter und Kind mitsamt Auto in die Wand gedrückt worden wären.

Wer nach derartigen Tests nicht mehr fit genug ist, Auto zu fahren, darf aber auch nicht zu Hause versauern: Für alle diejenigen, die nicht mehr ans Steuer dürfen, sollten günstige Konditionen für Bahn, Bus und Taxi gelten. Auch das müsste verbindlich geregelt sein.