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Kommentar Kommentiertes Hitler-Buch: Büchse der Pandora

Meinung – Katja Butschbach | 04.01.2016, 19:49 Uhr

Hitlers Hetzschrift „Mein Kampf“ kehrt als kommentierte Ausgabe in den Buchhandel zurück: Das Buch hat in den Buchhandlungen nichts zu suchen, meint dk-Redakteurin Katja Butschbach.

Eine Hetzschrift wie „Mein Kampf“ braucht definitiv keine Neuveröffentlichung: Es handelt sich zwar um eine kommentierte Ausgabe, allerdings ist nicht abzuschätzen, welche Wirkung es hat, wenn dieses Buch öffentlich ausliegt – und damit in den Bereich des Normalen gerückt wird. Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, nannte das Buch angesichts der Neuveröffentlichung „Büchse der Pandora“.

Die Buchhandlungen aus der Region haben sich richtigerweise dafür entschieden, das Buch nicht öffentlich auszulegen. Es gibt mit Sicherheit berechtigtes wissenschaftliches Interesse daran, das Buch zu lesen. Bei normalen Buchverkäufen dürfte es aber keinen großen Erkenntnisgewinn geben – außer der lange bekannten Einsicht, dass es sich um eine unsägliche Hetzschrift handelt.