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Kommentar Nicht nur in großen Ganderkeseer Märkten kaufen

Meinung – Thomas Deeken, Thomas Deeken | 27.12.2016, 16:48 Uhr

Der Leerstand im Ganderkeseer Ortskern nimmt weiter zu. Das Thema wird Verwaltung, Rat und Bürger auch 2017 weiter beschäftigen. Ein Kommentar.

Das hört sich doch gut an: Die Gemeinde steckt viel Geld in Kitas und Schulen, will auch das beliebte Freibad sanieren und den Neuen Marktplatz umgestalten. Und auch bei den Finanzen sieht es rosig aus: keine Kreditaufnahme 2017, freie Mittel in Höhe von rund drei Millionen Euro, eine sehr stabile konjunkturelle Lage und eine gute Beschäftigung in der Gemeinde. Heftige Magenschmerzen bereitet eigentlich nur der zunehmende Leerstand an der Rathausstraße im Ortskern. Mit Recht. Gefühlt blickt man bei jedem zweiten Gebäude in ein verwaistes Schaufenster. Und jetzt hat auch noch Blumenhaus Tönjes die Türen endgültig geschlossen.

Was könnte helfen? Ein deutlich attraktiverer Zugang vom Famila-Areal zum Ortskern statt der engen, dunklen Marktpassage, laut Haushaltsbefragung mehr Bekleidungsangebote und keine haushohen Mietforderungen, die Einzelhändler abschrecken.

Aber auch der Kunde ist gefordert: Wer über die Ödnis im Ortskern meckert, aber sonst nur in den großen Märkten einkauft, muss sich nicht wundern, wenn die Rathausstraße stirbt.