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Konsequenz nach Ganderkeseer Chemieunfall Grüne wollen Schmalriede-Zink aus dem Ort verbannen

Von Thorsten Konkel | 28.04.2015, 14:46 Uhr

Nach dem Chemieunfall im Ganderkeseer Gewerbegebiet, bei dem in der Nacht vom 31. März auf den 1. April auf dem Gelände der Schmalriede-Zink GmbH & Co. KG an der Handelsstraße 16 Menschen teils schwer durch austretendes Chlorgas verletzt worden sind, wollen die Grünen im Rat das Unternehmen nun umsiedeln.

Zuletzt hatte der Ausschuss für Landwirtschaft, Umwelt- und Klimaschutz in seiner jüngsten Sitzung eine Aufarbeitung des Störfalls versucht. Die Grünen-Fraktion will das Unternehmen jetzt aus dem Ort an einen geeigneten Standort umsiedeln: „Die Verwaltung ermittelt die Bedingungen für die Umsiedlung und legt das Ergebnis den Ratsgremien zur Diskussion und Beschlussfassung vor“, beantragte Ratsherr Dr. Volker Schulz-Berendt am Dienstag.

Neuen Standort nach gesetzlichen Vorgaben suchen

Dabei seien insbesondere die Kriterien des Bundes-Immissionsschutzgesetes für einen möglichen neuen Standort zu berücksichtigen sowie Kosten und Finanzierungsmöglichkeiten einer Umsiedlung darzustellen.

Gewerbeaufsicht soll prüfen

Auch solle die Verwaltung beim Gewerbeaufsichtsamt eine Sicherheitsprüfung der Anlage veranlassen.

Erhebliche Gefahr für Anwohner

Spätestens seit dem Störfall und dem Austreten von Chlorgas in die Umgebung sei deutlich erkennbar, dass der Betrieb eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Mitarbeitern und Anwohnern darstelle. Der jetzige Standort weise teils nur eine Entfernung von 300 Metern zur Wohnbebauung auf, was bei der angedachten Nutzung der Köhlerwiese mit 200 Metern Abstand noch unterschritten würde.

Finanzierungskonzept erarbeiten

Deshalb sei über Finanzierungskonzepte nachzudenken, die Umsiedlung solle als Chance begriffen werden, den Anlagenbetrieb in Hinblick auf die Sicherheit als auch die Effizienz nach neuesten Gesichtspunkten zu optimieren.