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Kontrolle an A1 bei Wildeshausen Erhebliche Mängel bei Gefahrguttransportern festgestellt

Von Thomas Deeken | 24.06.2015, 13:55 Uhr

Die Regionale Kontrollgruppe der Polizeidirektion Oldenburg hat bei einer Kontrolle von Gefahrguttransporten bei rund 70 von etwa 100 überprüften Fahrzeugen zum Teil erhebliche Mängel festgestellt. Überprüft wurde am Dienstag zwischen 8.45 und 15.30 Uhr unter anderem an der Tank- und Rastanlage Wildeshausen an der A1.

Die Beamten registrierten Verstöße gegen Vorschriften der Ladungssicherung, der Lenk- und Ruhezeiten, des Gefahrgutrechts und des Straßenverkehrsrechts. Einem 44-jährigen Fahrer eines spanischen Sattelzuges, der mit Gefahrgut beladen von Spanien nach Hamburg unterwegs war, wurde die Weiterfahrt untersagt. Die Ladungssicherung war nicht vorschriftsmäßig, und das Beförderungspapier entsprach nicht den tatsächlichen Gegebenheiten. Der Fahrer bezahlte eine Sicherheitsleistung in Höhe von 300 Euro und musste die Mängel vor Ort beheben.

Ein 55-jähriger rumänischer Fahrer eines Sattelzuges transportierte seine Ladung (24 Tonnen PET-Wasserflaschen) von Frankreich in Richtung Hamburg. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass der etwas ältere Sattelzug (Curtainsider) nicht dem neuesten Ladungssicherungsstandard entsprach. Der Fahrer hätte die Ladung zusätzlich sichern müssen. Da er dies aber nicht getan hatte, erwartet ihn jetzt ein Bußgeld. Er durfte erst nach Behebung der Mängel weiterfahren. Die drei defekten Stoßdämpfer muss er beim nächsten Halt reparieren.

Ein 45-jähriger Bulgare war ebenfalls aufgefallen. Er hatte etwa sieben Tonnen eines giftigen Stoffes geladen und war aus den Niederlanden auf dem Weg in den Landkreis Oldenburg. Die orangefarbenen Tafeln, die Sicherheitskräfte insbesondere bei Schadensfällen auf die Gefahr hinweisen sollen, hatte er allerdings nicht sichtbar gemacht. Dafür war er deutlich schneller unterwegs, als mit den erlaubten 60 Stundenkilometern. In den vorangegangenen Wochen hatte er es außerdem mit den Ruhepausen nicht so genau genommen.