Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Kontrollen bei Ahlhorn Polizei schickt Laster als Fracht zurück nach Russland

Von Sascha Sebastian Rühl | 12.11.2018, 11:01 Uhr

Die Polizei hat in der vergangenen Woche besonders viele Laster auf der A1 kontrolliert. Ein Gespann war in derartig schlechtem Zustand, dass es als Fracht nach Russland zurücktransportiert werden musste.

Immer wieder sind Laster an schweren Verkehrsunfällen beteiligt oder sogar ursächlich für diese. Neben menschlichem Fehlverhalten können auch technische Mängel an den Fahrzeugen Auslöser für diese Unfälle sein. Vom 5. bis 9. November wurde im Zuständigkeitsgebiet der Autobahnpolizei Ahlhorn durch Kontrollkräfte gezielt die Verkehrssicherheit des durchreisenden Schwerlastverkehrs unter die Lupe genommen.

Laster abtransportiert

Bei einem russischen Sattelzug konnte bei der ersten Inaugenscheinnahme festgestellt werden, dass sowohl an der Sattelzugmaschine als auch beim Sattelanhänger Bremsscheiben gebrochen waren. Bei einer eingehenden technischen Überprüfung konnte festgestellt werden, dass auf allen drei Achsen des Sattelanhängers eine ungleichmäßige bis hin zu keiner Bremswirkung mehr vorhanden war. Folglich wurde durch den Landkreis Oldenburg der weitere Betrieb der Fahrzeuge untersagt. Gegen den Fahrzeughalter wurde wegen des mangelhaften Wartungszustands ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Es musste noch vor Ort eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1100 Euro gezahlt werden. Anschließend wurden die Fahrzeuge mit einem Tieflader über Lübeck nach St. Petersburg zurückgeführt. Die eigentliche Fahrt von Russland nach Frankreich hatte sich somit für den 56-jährigen Fahrer des Sattelzuges erledigt.

Bremsen und Federung defekt – Verstärkung aus Bulgarien trifft ein

Des Weiteren wurde ein bulgarischer Sattelzug angehalten und kontrolliert. Bei dem mitgeführten Sattelanhänger konnte festgestellt werden, dass die Bremsen, Reifen und Luftfederbälge defekt waren. Der 50-jährige Fahrer befand sich mit etwa 15 Tonnen Ladung auf dem Weg von Deutschland nach Bulgarien. Auch dieser Sattelanhänger wurde nach Erstellung eines technischen Gutachtens als verkehrsunsicher eingestuft. Es wurde auch in diesem Fall die Weiterfahrt untersagt. Ein aus Bulgarien kommender Reparaturtrupp beseitigte die Mängel am Sattelanhänger auf einem Werkstattgelände. Gegen den Fahrzeughalter wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Es musste noch vor Ort eine Sicherheitsleistung in Höhe von 570 Euro gezahlt werden.

Mit gebrochenen Bremsscheiben auf dem Weg nach Griechenland

Schließlich konnte ein weiterer bulgarischer Sattelzug aus dem Verkehr gezogen werden. Der 26-jährige Fahrer aus Moldawien befand sich mit etwa 18 Tonnben Ladung (Fleisch) auf dem Weg von Oldenburg nach Griechenland. Bei einer ersten Überprüfung konnten am Sattelanhänger gebrochene Bremsscheiben festgestellt werden. Die weitere technische Überprüfung ergab darüber hinaus korrodierte Druckluftbehälter. Der Sattelanhänger wurde als verkehrsunsicher eingestuft. Nach Beseitigung der Mängel in einer nahegelegenen Werkstatt sowie Zahlung einer Sicherheitsleistung in Höhe von 570 Euro konnte die Weiterfahrt gestattet werden.