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Kooperation für Waldtag Baum des Jahres als Symbol an Huder Schule gepflanzt

Von Mareike Bader | 19.04.2018, 22:32 Uhr

Die Zusammenarbeit der Peter-Ustinov-Schule Hude mit den Niedersächsischen Landforsten wurde mit einer symbolischen Baumpflanzung beschlossen. An den Esskastanien können die Schüler viel lernen.

Etwa zehn Minuten dauert es zu Fuß von der Peter-Ustinov-Schule in Hude bis zum Forstort Reiherholz, auch das Schulgelände ist mit dem Teich von der Natur geprägt. Zum dritten Mal geht es für die Achtklässler der Oberschule am 2. Mai zum Waldtag.

Damit der Waldtag auch langfristig zum Schuljahr dazugehört, wurde am Donnerstag offiziell die Kooperation der Peter-Ustinov-Schule mit den Niedersächsischen Landesforsten mit einer symbolischen Baumpflanzung beschlossen. „Wir wollen den Waldtag als festen Zeitpunkt festlegen“, sagte Daniel Diemer, Fachbereichsleiter Naturwissenschaften der Schule.

Neben diesem festen Projekt für die Achtklässler gibt es weitere Aktivitäten an der Schule wie Waldpflegeeinsätze. Sie werden im Vertrag zwar nicht erwähnt, gehören aber auch zur Zusammenarbeit. „Der Draht ist jetzt kürzer“, sagte Wibeke Schmidt vom Waldpädagogikzentrum Weser-Ems der Niedersächsischen Landforsten.

Zwei Esskastanien symbolisch für Kooperation gepflanzt

Für die symbolische Baumpflanzung wurden zwei Esskastanien ausgewählt. Der Baum des Jahres 2018 sei mit den Römern eingeführt und verbreitet worden. Auch wird er eher dem Weinbauklima zugeordnet. „Der Baum wird interessanter in puncto Klimawandel“, erläuterte Rainer Städinger, regionaler Pressesprecher der Niedersächsischen Landesforsten.

Denn der Baum gedeiht auch in Norddeutschland prächtig. In einer Studie habe sich herausgestellt, dass die höchste Esskastanie in der Wesermarsch stehen. „Man kann wahnsinnig viel festmachen an der Esskastanie – auch schulisch“, sagt Städinger. So lassen sich die Blüten, Früchte und die Ansprüche des Baumes beobachten, der etwa 30 Meter hoch wird.

Lotuseffekt am Frauenmantel beobachten

Den Wald beobachten und das Wissen aus dem Unterricht in der Natur umsetzen. Darum geht es auch im Waldtag am 2. Mai. Dann gehen die 88 Schüler der fünf achten Klassen für vier Stunden ins Reiherholz. An Hand der Baumfällung wird das Prinzip des Flaschenzugs nähergebracht. Am Frauenmantel können sie den Lotuseffekt sehen, der in der Autoindustrie verwendet wird, damit Regenwasser und Schmutz von der Scheibe abperlt. „Da kann man es mal vom Profi abschauen“, sagte Schmidt.

Einige Achtklässler haben beim Pflanzen geholfen. Sie freuen sich auf den Waldtag, wissen aber nicht, was sie erwartet. „Es ist auch mal schön, einen Tag in den Wald zu gehen“, sagte Lehrer Diemer.