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Kooperationsprojekt Mehr Blühflächen retten Insekten

Von Biljana Neloska | 23.10.2018, 14:20 Uhr

Hude blüht auf – so heißt das Projekt, das die Gemeinde Hude zusammen mit den Landwirten, Imkern und Jägern in Hude dieses Jahr umgesetzt hat. Es wurden rund 70 Hektar Blühflächen angelegt und diese durch mit einem finanziellen Zuschuss gefördert.

Auch jetzt im Herbst sieht man in der Gemeinde Hude noch vermehrt blühende Flächen – durch die zusätzlich angelegten Blühflächen. „Die Blühmischungen verwandelten die Flächen in bunte Wiesen, die auf Insekten besonders anziehend wirkten. Es tummelten sich Schmetterlinge, Bienen und Fliegen. Auch Niederwild nutzte die Blühstreifen gerne“, sagt Thale Alfs, Sprecherin des Kreislandvolkverbands Oldenburg. Die Landwirte nutzen die Blühmischungen als Zwischenfrüchte nach der Hauptfrucht Getreide. „Die Zwischenfrüchte lockern den Boden und halten die Nährstoffe. Außerdem geben sie Insekten und kleinen Tieren im Winter Deckung und bieten Nahrung“, erklärt Landwirt Michael Helmers.

Auf seiner Fläche direkt am Kuhstall und auf weiteren Flächen blühen Phacelia, Sonnenblume, Buchweizen, Ölrettich, Senf und Klee. „Durch das lange warme Wetter ist die Mischung noch mal voll in die Blüte gegangen. Darüber freuen wir uns sehr. Es sieht nicht nur schön aus, auch die Kinder haben Spaß dran in dem Streifen Insekten zu beobachten.“

Zusätzliche Blühflächen auch im nächsten Jahr

Auch im nächsten Jahr möchte der Landwirt wieder Blühstreifen anlegen. Auch Imker Lars Mundt betont den Nutzen für die Insekten. Er hat seine Bienenvölker am Rand eines Blühstreifens stehen. „Die Völker werden durch die Blühstreifen gut gestärkt.“ Bei den Zwischenfrüchten, die erst im Oktober blühen, gibt er zu bedenken, dass die Absprache zwischen Landwirt und Imker stimmen muss. „Es gibt bestimmte Sorten an Blumen, die sich nicht als Nektarquelle für den Winter eignen.“ Insofern müssen die Imker darauf achten, dass die Bienen nicht zu viel Nahrung als Wintervorrat in den Stock tragen.

In diesem Jahr ist Lars Mundt sehr zufrieden über die Zusammenarbeit der Imker, Jäger und Landwirte in Hude. „Durch den trockenen Sommer waren viele Pflanzen schnell verblüht. Insofern sorgen die Zwischenfrüchte, die jetzt blühen, nun dafür, dass die Völker genug Nahrung finden stark durch den Winter kommen“, erklärt Mundt.