Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Kostenvorteile erwartet regioVHS Ganderkesee-Hude vor gravierendem Umbau

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 12.11.2017, 21:08 Uhr

Mit einer Aufteilung in zwei eigenständige Unternehmen soll die regioVHS Ganderkesee-Hude für den Wettbewerb fit gemacht werden. Zudem will die Verwaltung das Haftungsrisiko begrenzen.

Die regioVHS Ganderkesee-Hude steht vor einem einschneidenden Umbruch: Überlegungen der Verwaltung zur Umstrukturierung der Bildungseinrichtung sehen eine Spaltung vor. Wie, das soll am Dienstag, 14. November, ab 18 Uhr Gegenstand der Diskussion im öffentlich tagenden Ausschuss für Bildung und Kultur sein.

Spaltung in Eigenbetrieb und gGmbH

Die Verwaltung drängt auf eine Aufspaltung der Bildungseinrichtung in einen Eigenbetrieb und eine gemeinnützige GmbH (gGmbH). Das vorhandene Berufsbildungswerk Ganderkesee, in dem zur Zeit bereits Teile der Projektaktivitäten der regioVHS betrieben werden – darunter einige Kurse des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge – soll in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt werden. Gesellschafter der BBW gGmbH wäre dann die Gemeinde.

Andere Gehaltstarifstrukturen möglich

So könnten auch andere Tarifstrukturen als die Entlohnung im Öffentlichen Dienst (TVöD) angewendet werden. Zudem bliebe nach Darstellung der Verwaltung das Haftungsrisiko der Kommune begrenzt.

Das Standardkursgeschäft, wie die Kurse und Veranstaltungen der regioVHS sowie die Gleichstellungs- und die Kulturarbeit, könnten dagegen in einem Eigenbetrieb zusammengefasst werden.

Eigener Wirtschaftsplan sorgt für Kostentransparenz

Dank eines eigenen Wirtschaftsplans könnten alle finanziellen Belange der regioVHS getrennt vom gemeindlichen Haushalt ausgewiesen werden. Im eigenen Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs wäre die gesamte Einnahme-/Ausgabe-Situation nach Sparten transparent dargestellt. Ihren Vorschlag lehnt die Verwaltung an ein bereits bei der Kreisvolkshochschule Ammerland erprobtes Model an.

Auch Plattdeutsch-Beauftragter als Thema

Weitaus weniger Diskussionsbedarf wird es sicherlich bei der Bestellung eines Plattdeutsch-Beauftragten in der Gemeinde geben: Vorgeschlagen wird, dass der routinierte Amtsinhaber Dirk Wieting zum 1. Januar unter dem Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs für ein weiteres Jahr im Amt bleibt.