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Krankheitsbild Demenz Neues Angebot für pflegende Angehörige in Ganderkesee

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 25.11.2016, 15:48 Uhr

Mit einem neuen Entlastungsangebot wenden sich der Arbeitskreis der Selbsthilfe- u. Initiativgruppen der Gemeinde Ganderkesee (A.S.G.) und die Malteser an pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz in der Region Ganderkesee-Delmenhorst.

Erster Baustein eines neuen und für Angehörige und den von Demenz Betroffenen kostenlosen Hilfsangebots ist ein neuer Gesprächskreis, der sich ab 1. Dezember künftig immer an jedem ersten Donnerstag im Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr im Verwaltungstrakt des Elmeloher Wichernstifts an der Oldenburger Straße 333 trifft.

Treffen im Wichernstift

Doris Josquin, 1. Vorsitzende des A.S.G. und Initiatorin des Kreises, hatte zuvor schon längere Zeit eine private Angehörigengruppe betreut. „Mit diesem neuen Gesprächskreis haben wir die Möglichkeit, neue Menschen aufzunehmen, und können die professionelle Organisation der Malteser nutzen“, sagte sie am Freitag bei der Vorstellung des Projekts im Wichernstift. „Die Teilnehmer sollen Rat finden aber auch Spaß haben, um sich mal für zwei Stunden entspannen können“, nannte Josquin das Ziel.

Angebot unabhängig vom Wichernstift

Friedrich Mohn, Heimleiter des Alten- und Pflegeheims, betonte die Unabhängigkeit des Angebots vom Wichernstift oder von sonstigen Verpflichtungen: „Wir könnten die an Demenz erkrankten Menschen für die Dauer des Gesprächskreises unterbringen, eine Kurzzeitpflege ist aber nicht Bestandteil des Gruppentreffens“, sagte er.

Begleitungsdienst bei Demenz

Heike Walter, in Delmenhorst Malteser-Dienstellenleiterin, erläuterte das über den Kreis hinausgehende Angebot des christlichen Hilfsdienstes: „Der Malteser Hilfsdienst in Delmenhorst bietet einen Begleitungsdienst für demenziell erkrankte Menschen und einen Entlastungsdienst für pflegende Angehörige an. Durch das neue Pflegestärkungsgesetz entstehen Betroffenen selbst keine Kosten“, beschrieb sie die Situation. Für diese Dienste werden noch Ehrenamtliche gesucht. Die Freiwilligen helfen nach einer Schulung den an Demenz Erkrankten, soziale und geistige Fähigkeiten soweit als möglich zu erhalten, und bieten Angehörigen in der Zeit ihrer Anwesenheit die Möglichkeit der Entlastung.