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Krippenplätze in Ganderkesee Sozialpolitik gibt grünes Licht für Jona-Anbau

Von Britta Buntemeyer | 29.01.2015, 21:59 Uhr

Um den Bedarf an Krippenplätzen zu decken, hat der Sozialausschuss für einen Ausbau des Jona-Kindergartens auf dessen Parkplatz gestimmt. Auch ein Montessori-Anbau soll geprüft werden.

Der Sozialausschuss hat sich am Donnerstag einstimmig für einen Anbau auf dem Parkplatz des evangelischen Jona-Kindergartens ausgesprochen, um das Krippenplatzangebot in der Gemeinde zu erweitern. Zum Kindergartenjahr 2015/16 fehlen insgesamt mindestens 25 Krippenplätze. Mit dem Anbau soll eine kurzfristige Möglichkeit für eine weitere Krippengruppe gegeben werden. Zugleich beauftragten die Ausschussmitglieder die Verwaltung, die Kosten für einen Krippenanbau an das Montessori-Kinderhaus und einen erforderlichen Grunderwerb zu prüfen. Diesen Standort favorisierten die Sozialpolitiker auch als Ort für mobile Krippenräume, um den Bedarf an Krippenplätzen kurzfristig zu decken.

Laut Rainer Loog, Fachdienstleiter Gebäudeservice, würde sich die Zahl der Stellplätze auf dem Jona-Parkplatz von 26 auf 24 verringern. 16 könnten auf dem bisherigen Platz angesiedelt werden, weitere Stellplätze auf einer Grünfläche entstehen. Ratsherr Arnold Hansen (Freie Wähler) sprach sich mit seiner Fraktion für die von der Verwaltung vorgeschlagene Variante eines Anbaus auf dem Parkplatz aus, da somit auch eine Barrierefreiheit gegeben sei. Eine andere Variante sah eine Aufstockung des Gebäudes vor. Edith Ohlenbusch (SPD) bezeichnete eine Aufstockung als „fragwürdig“ und „kundenunfreundlich“, da bei dieser Variante das Büro der Leitung im Obergeschoss liegen würde – für Eltern mit Kinderwagen schwer zu erreichen. Auch Jens Gause (Grüne) nannte die Barrierefreiheit als Argument für den Anbau auf dem Parkplatz. Zwar sei diese Variante durch den Bau neuer Parkplätze im Vergleich zu der Aufstockung die teurere. Doch sollte bei einer Aufstockung später noch ein Fahrstuhl benötigt werden, würden sich die Kosten wieder relativieren.

Der Beschluss des Sozialausschusses wird nun im Finanzausschuss am 5. Februar diskutiert.