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Kritik an Behörden Öl im Randgraben Heide nur unzureichend beseitigt?

Von Thomas Breuer | 07.03.2016, 20:51 Uhr

In den Randgraben im Ganderkeseer Ortsteil Heide ist am Donnerstag, 3. März, von einem Firmengelände Öl ausgetreten. Eine Anwohnerin, durch die der Vorfall erst am Montag öffentlich geworden ist, kritisiert jetzt die Behörden – und bekommt Rückendeckung von der UWG.

Hinterlassenschaften von Hunden, entsorgte Kaffeebecher, herumliegende Kippen und Flaschen – Inga Wilkens ärgert dieser Anblick jedes Mal, wenn sie mit ihrem Hund eine Runde dreht. Am vergangenen Donnerstag allerdings war sie alarmiert, als sie auf dem Randgraben einen Ölfilm entdeckte, „den man schon bei der Brücke am Heuweg sah und der sich weiter vorne im Graben an der Heider Schule manifestierte“.

Wilkens informierte die Feuerwehr, die in einem etwa einstündigen Einsatz eine Sperre errichtete. Dafür wurde mit sogenanntem Hasendraht auf eine Steckleiter Stroh gebunden. Sie wurde anschließend als Barriere quer zum Grabenverlauf in das Wasser gelassen.

Verursacher ist den Behörden bekannt

In der Folge konnte der Verursacher ausfindig gemacht werden. Laut Dieter Hahn, Leiter des Kreis-Amtes für Abfallwirtschaft, das im Landkreis Oldenburg auch für die Gewässeraufsicht zuständig ist, war das Öl von einem Firmengrundstück aus in den Graben geflossen. Die Einleitung sei gestoppt worden. Die Ursache, die zur Einleitung geführt hat, werde gegenwärtig noch ermittelt. Die Beseitigung der Verunreinigung hatte die Ganderkeseer Fachfirma k-Nord übernommen, „nach Maßgabe der Behörden“, wie es dort heißt.

Dass so schnell reagiert wurde, freute Inga Wilkens. Sie wundert sich allerdings darüber, dass die Sperre relativ schnell wieder beseitigt wurde. „Das am Gewässerrand abgesetzte Öl wurde bisher nicht entfernt und fließt daher wieder ungehindert weiter“, moniert sie. „Ich mache mir wirklich Sorgen, dass durch die Ölverschmutzung die hier ansässige Tier- und Pflanzenwelt Schaden nehmen könnte.“

UWG-Sprecherin Sarah Kleesiek pflichtet ihr bei. Sie spricht von einem „Abbruch der Maßnahme“ und sagt: „Hier gehen die Verantwortlichen ein nicht abschätzbares Risiko ein.“