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Kultur im Ganderkeseer Haus Müller Kulturkino-Reihe startet mit drei Filmen rund ums Rad

27.08.2015, 14:29 Uhr

Gleich drei Filme zeigt Bernd Vieregge am Montag, 31. August, in der Reihe „Kulturkino im KulturHaus Müller“. Beginn des Filmabends unter dem Motto „Ich fahr’ so gerne Rad“ ist um 19.30 Uhr. Zwei Filme hat Vieregge alleine gedreht, ein Film entstand in Zusammenarbeit mit Wolfgang Janza.

Vieregges erster Film trägt den Titel „Der Nordostseekanal von West nach Ost“. Dabei geht es um „die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt, die sich bequem per Fahrrad abfahren lässt“. Die Radtour führt von Brunsbüttel nach Kiel. Der zweite Beitrag befasst sich mit dem Pilgerweg „Ochtum, Marsch und Moor“, der unter anderem durch die Gemeinde Ganderkesee führt. Vieregge hat die 65 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt, bei jeder der 16 Stationen Halt gemacht und viel dazu erzählt, heißt es in einer Ankündigung.

Mit dem Fahrradauf der Autobahn

Der Film „StadtTraum“ beendet das Abendprogramm. Dabei geht es um das Radeln auf der Autobahn. Einmal im Jahr gibt der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) für kurze Zeit eine Autobahnstrecke nur für Radfahrer frei. Das haben Janza und Vieregge mit der Kamera festgehalten. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung beträgt 4,50 Euro.

Vortrag über verbannte Dichter

Am Montag, 7. September, will Sabine Jünemann „Literatur am Abend“ vorstellen. Beginn ist um 20 Uhr, ebenfalls im KulturHaus Müller. Die Delmenhorster Buchhändlerin spricht über verbannte Dichter. „Schriftsteller aller Nationen wurden schon immer wegen ihrer freien Meinungsäußerung gefürchtet. Egal, ob während des Nationalsozialismus, in Militärdiktaturen in Südamerika, in Stalins Ära oder der DDR. Die Liste ist lang“, sagt Jünemann. Die Teilnehmer der Veranstaltung lernen einige dieser Autoren kennen oder entdecken sie neu. Der Eintritt beträgt 8,50 Euro.

Als „ein erstes Highlight der Kulturabende der Herbstsaison im KulturHaus Müller“ kündigt Kunstpädagogin Dr. Wiebke Steinmetz von der regioVHS den Auftritt der Hamburger Künstlerin Dorit Meyer-Gastell an. Sie wird am Donnerstag, 10. September, in Ganderkesee erwartet.

Mascha KalékoThema bei Kulturabend

Ab 19.30 Uhr präsentiert sie ihr Programm unter dem Titel „Mascha Kaléko... ich lass mich nicht zähmen“. Kaléko war eine 1907 in Polen geborene jüdische Dichterin, die erstmals um 1930 in Berlin auftauchte. „Mit ,Alltagsgedichten‘ eroberte sie schnell die Herzen der Menschen. Die Spannung ihrer Gedichte liegt in der Vereinigung von Lyrik und Spott, von Gefühl und Ironie. In ihnen begegnen sich der vorschnelle Berliner Witz und die Trauer der jüdischen Weisheit“, erläutert Steinmetz. 1938 standen ihre Gedichte auf der „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“. Kurz darauf floh sie nach Amerika. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung beträgt 18 Euro.

Anmeldungen für die drei Veranstaltungen sind unter Telefon (04222) 44444 oder Telefon (04408) 923162 erwünscht.