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Kulturdenkmal Klosterruine Hude Klosterruine Hude wird Schritt für Schritt saniert

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 09.09.2017, 10:54 Uhr

Die Klosterruine in Hude bröckelt. Sie soll in einer konzertierten Aktion gerettet werden. Das Kultusministerium sitzt mit im Boot.

Die imposanten Mauerreste des Zisterzienserklosters in Hude bröckeln so stark, dass die Öffentlichkeit seit April 2017 mit einem Bauzaun ferngehalten wird, wenn keine ortskundige Führung bestellt worden ist. Doch die Hoffnung wächst, dass 30 Jahre nach der letzten gründlichen Sanierung ein neuer Anlauf unternommen wird, das Kulturdenkmal für die Nachwelt zu retten.

Hochkarätige Unterstützer

„Wir waren uns nach einer Bestandsaufnahme einig, dass wir gemeinsam sinnvoll und nachhaltig etwas bewirken wollen“, berichtet Bürgermeister Holger Lebedinzew aus dem ersten Vor-Ort-Gespräch mit Vertretern des niedersächsischen Kultusministeriums, der Oldenburgischen Landschaft, des Landkreises Oldenburg, der Gemeinde und der Klosterfreunde Hude.

Einzigartiges Denkmal

Für den Huder Bürgermeister ist es ein gutes Zeichen, dass es für die Rettung des national bedeutsamen und in Norddeutschland einzigartigen Denkmals noch in diesem Jahr ein zweites Treffen geben soll. Bis dahin soll bei Verantwortlichen für andere Kulturdenkmäler in der Region erkundet werden, wie sie die Rettung ihres Objekts bewerkstelligt haben. „Wir können andernorts gesammelte Erfahrungen hierher übertragen“, hofft Lebedinzew.

Fördergeld der EU im Blick

Angepackt werden soll nun auch die Ermittlung der Kosten unter dem Aspekt des Denkmalschutzes. „Wir haben das Geld nicht, die Familie von Witzleben als Eigentümerin hat das Geld nicht. Alle Beteiligten sind überzeugt, dass die Last auf mehrere Schultern verteilt werden muss“, stellt Lebedinzew klar. Besonders spekuliert wird auf Fördergelder der Europäischen Union: „Wir müssen schauen, dass Fördertöpfe identifiziert und in Anspruch genommen werden können.“

Schritt für Schritt zum Ziel

Ein schneller Abschluss der Sanierung ist nicht zu erwarten. „Gemeinsam machen wir das – in machbaren Schritten“, kündigt Lebedinzew an.