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Kunst und Soziales in Ganderkesee Ganterart steuert in Ganderkesee großes Fest an

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 06.09.2016, 17:47 Uhr

Der Verein Ganterart feiert am 23. September das zehnjährige Bestehen. Er verfolgt Projekte zur Förderung von Kunst, Sozialem und Standortmarketing.

„Bloß kein Strohfeuer entfachen.“ Mit diesem Anspruch ist ein gutes Dutzend Ganderkeseer angetreten mit dem Ziel, die Kunst, das Soziale und das Standortmarketing in der Gemeinde Ganderkesee nach vorne zu bringen. Zehn Jahre später kann der Verein Ganterart dauerhafte Veränderungen in allen drei Bereichen vorweisen.

Neue Ziele in der Hinterhand

„Für nachhaltige Wärme haben wir weitere Briketts im Feuer“, kündigt der Ganterart-Aktive Rolf Schütze an. Ideen seien in den monatlichen Vorstands- und Beiratstreffen schon auf den Tisch gekommen, ergänzt Dirk Schulte Strathaus. Welche Ziele als nächstes angesteuert werden, wird festgelegt, wenn die Ereignisse zum zehnjährigen Bestehen Vergangenheit sind.

Festakt in Starofit-Halle

Nach der Ehrung des Kunstpreis-Trägers Gerhard Juchem im Juni steht jetzt eine große öffentliche Veranstaltung an. Am Freitag, 23. September, beginnt um 17 Uhr ein Festakt mit Konzert eines Gospel-Chores aus Cloppenburg und Beköstigung mit Kleinigkeiten. Für das große Fest wird bei der Firma Starofit im Ganderkeseer Gewerbegebiet eine große Halle hergerichtet. „Jedermann ist willkommen. Der Eintritt ist frei“, berichtet Eckhard Eichhorn. Starofit-Inhaber Rüdiger Klose zählt wie Harald Meyer, Chef der Meyer-Technik-Firmengruppe in Urneburg, zu den Förderern von Kunst und Sozialem, die vor dem Künstler Juchem mit dem Kunstpreis des Vereins Ganterart ausgezeichnet worden sind.

Ganter als Markenzeichen

Im Ortsbild erkennbare Zeichen der Ganterart-Aktivitäten sind die fast mannshohen Ganter-Skulpturen. „72 Ganter sind schon gelandet, drei weitere sind im Anflug“, berichtet Eichhorn. Inzwischen gibt es den Ganter in zwei Versionen: Von der Anzahl her vorherrschend ist noch der vom Bildhauer Jürgen Knapp gestaltete Ur-Ganter mit angelegten Flügeln. Mittlerweile gibt es ein dynamischer gestaltetes Nachfolgemodell des Bildhauers Norbert Marten. „Es zeigt den Ganter bei der Landung“, sagt Eichhorn in Anspielung auf die Legende, dass die Ganderkeseer Kirche dort errichtet worden ist, wo einst ein Ganter landete.

Kampus als Leuchtturm-Projekt

Ganterart hat in den vergangenen zehn Jahren verschiedene Projekte angestoßen, unter anderem einen Malwettbewerb für die Ganderkeseer Schüler. Der Dauerbrenner aber ist das Ganter-Projekt. Wer bei Ganterart einen Ganter bestellt und bezahlt, fördert gleichzeitig einen Künstler, der den Rohling aus der Bildhauer-Werkstatt gestaltet, und er füllt das Spendenkonto des Vereins. Den größten Teil der Einnahmen gibt der Verein seit Jahren an die Katenkamp-Schule, zuletzt vor allem in das Kampus-Projekt mit barrierefreien Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten.

Rollstuhlgerechter Verkehrsübungsplatz

Dort wird jetzt auch ein rollstuhlgerechter Verkehrsübungsplatz für Kinder angelegt. Er kann in Absprache mit der Schule wie die Spielflächen auch von Gruppen von außerhalb genutzt werden. „Wir wollen ihn auch Flüchtlingskindern öffnen“, berichtet Hermann Abeln, der mit Dirk Schulte Strathaus Motor des Kampus-Projekts ist. Das Duo hat es wiederholt geschafft, für einzelne Aufgaben des Gesamtprojekts Sponsoren und tatkräftige Unterstützer mit ins Boot zu holen.