Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Kunsthandwerksschau in Uhlhorn Hobbykunst findet großen Anklang

Von Dirk Hamm | 07.06.2015, 23:47 Uhr

Ausgefallene Unikate aus den verschiedensten Materialien hatte die Ausstellung „Sommertraum“ in Uhlhorn zu bieten. Zwölf Kunsthandwerker stellten aus.

Die Entscheidung, den „Sommertraum“ an einen neuen Ort zu verlegen, hat sich als richtig erwiesen: Am Samstag und Sonntag fand die von Ulrike Schütte organisierte sommerliche Kunsthandwerksausstellung auf dem Hof von Krebs Garten- und Landschaftsbau in Dötlingen-Uhlhorn großen Anklang.

„Es wurde einfach zu voll“, begründete die Stenumerin, warum sie die 2009 ins Leben gerufene Ausstellung nicht mehr im eigenen Garten veranstalten wollte. Die Besucher fanden den Weg zahlreich auch zum neuen Schauplatz des „Sommertraums“, bei dem sich zwölf Hobbykünstler mit ihren handgefertigten Produkten präsentierten.

„Die Resonanz ist gut, die Besucher haben den neuen Ort toll angenommen“, zog Ulrike Schütte am Sonntagnachmittag ein positives Fazit. Und freute sich besonders über das Lob eines Gastes: „Jemand hat zu mir gesagt: Das ist ja hier fast wie eine Landpartie, so schön.“ Nach den guten Erfahrungen der Premiere auf dem Uhlhorner Bauernhof steht für die Stenumerin fest, dass dort auch die „Licht+Feuer-Nächte“ am ersten Adventswochenende, ihre zweite Ausstellungsreihe, ihren neuen Platz finden sollen.

Aus einem Eichenholzklotz kreiert Frank Lüdemann eine Wanze

Draußen im Gartenbereich, aber auch innen in der Diele des Hofes gab es an den beiden Ausstellungstagen eine Menge zu entdecken an schönen, dekorativen und bisweilen ausgefallenen Objekten. Einige der Kunsthandwerker ließen die Besucher am Entstehungsprozess ihrer Arbeiten teilhaben, da wurde gehämmert, gemeißelt und geschmiedet. Frank Lüdemann etwa bearbeitete ein Stück Eichenholz. Aus diesem Klotz soll eine hölzerne Wanze entstehen, die sich dann gut einreiht in das Panoptikum an Kreaturen, das der Ganderkeseer Hobbykünstler geschaffen hat – von der vielfach vergrößerten Ameise bis zum Krokodil.

Auf dem Rücken des letzteren platzierte Heinrich Frömke, der seine aus Schrottteilen gefertigten Metallplastiken ein paar Meter weiter zeigte, einige seiner Metallspinnen. Schrauben, Türscharniere, Sägeblätter, Hufeisen und dergleichen mehr verwendet der Hobbybildhauer, der seine Brötchen als Schlosser verdient, für seine Werke. Mitunter angsteinflößend, dann wieder schelmisch dreinschauend wirken seine hoch aufgeschossenen Figuren. „Nur lächelnde Gestalten finde ich langweilig“, bekennt der Bruchhausen-Vilsener.