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Ladenleerstände in Ganderkesee Gemeinsam gegen die Verödung ankämpfen

Meinung – Thorsten Konkel | 07.01.2015, 21:33 Uhr

Zwischen den massiven Leerständen an der Bergedorfer Straße und der extremen Märktedichte im Norden des Ortskerns wird die Luft für die Gewerbetreibenden an Rathaus- und Mühlenstraße immer dünner. „Mittendrin statt nur dabei“, diese Hoffnung hegen die innerörtlichen Kaufleute angesichts schwindender Umsätze auch weiterhin:

Dass den Kaufleuten mit ihren inhabergeführten Läden die geballte Konzentration der Einzelhandelsflächen im nördlichen Ortskern Kundschaft abziehen würde, war abzusehen. Doch hat die Politik die Märkteneubauten für Famila, Aldi, Inkoop und Rossmann allesamt durchgewunken. Jetzt geht es um Schadensbegrenzung. Während anderswo uniforme Filialisten die Innenstädte übernehmen, haben sich die Einzelhändler noch tapfer behauptet. Doch es ist „fünf vor zwölf“, die Verödung droht. Eine „Knochenstruktur“ mit zwei starken Einkaufspolen, die über eine attraktive Rathausstraße verbunden sind, könnte die Kundschaft durchaus zurückholen. Dazu müssen sich aber Verwaltung, Politik, Vermieter und Kaufleute gemeinsam an einen Tisch setzen, um Konzepte zu erarbeiten. Nur den Marktplatz „aufzuhübschen“ reicht nicht. Und auch die Wirkung der Famila-Passage als Türöffner zum Ortskern wird immer deutlicher angezweifelt. In Eigentumsrechte werden sich Verwaltung und Politik sicher nicht einmischen, ihre Hilfestellung ist aber dringend erwünscht.