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Lage ist entspannter geworden Ganderkesee erwartet für dieses Jahr noch 64 Flüchtlinge

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 26.05.2017, 14:29 Uhr

In der Gemeinde Ganderkesee ist die Lage in puncto Flüchtlingsunterbringung deutlich entspannter geworden. „Wir haben zwar nach wie vor viel Arbeit, aber wir müssen uns keine Sorgen machen, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert.“ Das hat Christian Badberg, Fachdienstleiter Internes und Asyl, am Dienstagabend im Ausschuss für Soziales und Gesellschaft betont.

Es gebe kein Problem, bis zum Jahresende 64 Flüchtlinge in der Gemeinde aufzunehmen, die nach der aktuellen Quote noch untergebracht werden müssen.

Badberg erinnerte noch einmal an den März vergangenen Jahres, als die Höchstzahl an Flüchtlingen erreicht war. Inzwischen seien die Flüchtlingszahlen weiter rückläufig, die Menschen seien allerdings geblieben. „Was sich tatsächlich geändert hat, ist der Status“, so der Fachdienstleiter. So seien vor allem Syrer schnell anerkannt worden und daraufhin keine Asylbewerber mehr. Der Aufwand sei allerdings immer noch sehr hoch, diese Personen zu integrieren – beispielsweise beim Suchen einer eigenen Wohnung.

In diesem Jahr 75 Flüchtlinge aufgenommen

Die Gemeinde verfügt laut Badberg derzeit immer noch über zwei Sammelunterkünfte, 21 eigene Wohnungen und 52 Wohnungen, die angemietet worden sind. Fünf Wohnungen stünden derzeit frei, sodass es keine Schwierigkeiten gebe, kurzfristig Personen unterzubringen. 75 Flüchtlinge sind Badberg zufolge bis jetzt für dieses Jahr offiziell aufgenommen worden. Dazu zählen auch Familienangehörige, die nachziehen. Außerdem seien schon zwölf Personen eingerechnet, die angekündigt und noch erwartet werden. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr seien mehr als 280 Flüchtlinge aufgenommen worden.

Insgesamt 1535 Ausländer in der Gemeinde

Nach Angaben des Fachdienstleiters leben derzeit 1535 Ausländer in der Gemeinde, davon sind 859 EU-Bürger. Die größte Gruppe stellen die Syrer mit 288 Personen, gefolgt von Polen (227) und Irakern (128). Auf Platz vier und fünf liegen die Türkei (91) und die Niederlande (59).