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Landkreis setzt ein Zeichen Sozialarbeit an Landkreis-Schulen abgesichert

Von Reiner Haase | 10.03.2015, 19:18 Uhr

Der Landkreis Oldenburg will Schulsozialarbeiter unbefristet weiterbeschäftigen. Cyber-Mobbing stellt die Fachkräfte vor neue Aufgaben.

Der Schulausschuss des Landkreises Oldenburg hat ein deutliches Zeichen für die Sozialarbeit an den kreiseigenen Schulen gesetzt und einstimmig für die Umwandlung befristeter Verträge in dauerhafte Anstellungen gestimmt. Wenn der Kreisausschuss, wie zu erwarten, das Votum des Fachausschusses am kommenden Montag bestätigt, können Björn Knölke am Gymnasium Ganderkesee, Dirk Bald am Gymnasium Wildeshausen, Rainer Strauß an der IGS Wardenburg, Theodor Leffers an den Berufsbildenden Schulen und Jasmin Kaiser an den Wildeshauser Förderschulen ihre Arbeit bruchlos fortsetzen. Die Verträge mit Silvia Bilin am Graf-Anton-Günther-Gymnasium in Oldenburg und mit Johanna Daniel an den Förderschulen Hude und Ganderkesee sind schon unbefristet.

Die Sozialpädagogen des Landkreises arbeiten an den Schulen als Ansprechpartner und Berater für Schüler, Lehrer und Eltern und sind eingebunden in das Netz der Jugendhilfe und der Prävention im Landkreis. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit ist die Förderung der Medienkompetenz. Der Ganderkeseer Knölke berichtet von alltäglichen Schülerberichten über höchst dubiose Kontakte über soziale Netzwerke und Chat-Seiten. Cyber-Mobbing ist den Sozialpädagogen zufolge ein wachsendes Problem.

Otto Sackmann (UWG), Christian Heins (FDP) und Helmut Hinrichs (SPD) kritisierten, dass das Land aus der Förderung ausgestiegen ist. Stefan Bredehöft, Vertreter des Kreiselternrats, versteht die Weichenstellung des Landkreises als Ansporn für die Gemeinden, auch an ihren Schulen Schulsozialarbeit anzubieten oder abzusichern.