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Landtage Nord 2017 in Wüsting Landwirtschaftsmesse spricht alle Sinne an

Von Dirk Hamm | 20.08.2017, 14:17 Uhr

Die Landtage Nord gehen in den Endspurt: Am Montag öffnen sich auf dem Messegelände zwischen Hauptstraße und Holler Landstraße zum vierten und letzten Mal von 9 bis 18 Uhr die Tore für die Besucher der Mammutveranstaltung.

Drei Tage lang hat sich seit Freitag schon alles um die Landwirtschaft gedreht, und trotz der vielen dunklen Wolken strömten Zehntausende zu den Landtagen.

Vor allem am Samstag und Sonntag flanierten neben dem Fachpublikum auch Familien, die sonst kaum Berührungspunkte mit der Landwirtschaft haben, über die „Erlebwas-Messe“.

Lange Glück mit dem Wetter

Bis Sonntagmittag hatten die Messeveranstalter Glück mit dem Wetter gehabt. Am Nachmittag öffneten sich dann die Himmelsschleusen. Negative Auswirkungen auf den Besucherlauf hatte der Regen gestern aber keineswegs, berichtete Holger Kreye, der für die Planung der Landtage Nord verantwortlich zeichnet. „Und wir hatten einen sehr guten Samstag“, sagte Kreye.

Treckerfreunde mit historischen Maschinen

Die Möglichkeiten der Information und Unterhaltung sind auf den Landtagen Nord schier unendlich. Mehr als 600 Aussteller, die direkt und mittelbar mit der Agrarwirtschaft zu tun haben, stellen ihre Produkte und Dienstleistungen vor. Darüber hinaus gibt es bei Vorführungen und Tierschauen eine Menge zu sehen. Mit ihren historischen Treckern, darunter einem Lanz Bulldog aus dem Jahr 1936, lassen die Treckerfreunde Wöschenland die Herzen der Oldtimer-Liebhaber höherschlagen.

Landwirtschaftsminister unter den Besuchern

An den zahlreichen Imbissständen wandern die landwirtschaftlichen Erzeugnisse direkt in den Magen. Zum Rahmenprogramm am Montag gehört unter anderem eine Modenschau um 14 Uhr im Festzelt.

Prominentester Messebesucher am Samstag war Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer. Der Grünen-Politiker beließ es nicht bei Besuchen bei verschiedenen Ausstellern, sondern bemühte sich am Stand seiner Partei nach Kräften, die umkämpfte rot-grüne Agrarpolitik zu verteidigen.

Minister weist „Polemik“ zurück

Angesprochen auf die am Freitag in der Eröffnungsrede von der Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann vorgebrachte Kritik, mit zu vielen Auflagen würden die bäuerlichen Betriebe in den Ruin getrieben, hielt der Minister dagegen: „Ich warne vor undifferenzierter Polemik. Wir kämpfen an vielen Stellen für kleine und mittlere Betriebe.“ Als Beispiele nannte Meyer die nur in Niedersachsen nach Hofgröße gestaffelte Grünlandprämie und von ihm durchgesetzte Erleichterungen bei der Düngeverordnung.