Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Landtagswahl Niedersachsen 2018 CDU im Landkreis Oldenburg setzt auf Frauenpower

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 18.03.2017, 20:03 Uhr

Die CDU im Wahlkreis Oldenburg-Land setzt bei der Landtagswahl 2018 auf Anne-Marie Glowienka. Die Aschenstedterin erzeugte bei der Urwahl beste Stimmung.

Jubel und Freudentänze in der Ecke der Frauen-Union, donnernder Beifall im ganzen Saal, Anne-Marie Glowienka strahlend mittendrin: Anne-Marie Glowienka kann auf breite Unterstützung der Parteibasis setzen, wenn sie als CDU-Kandidatin bei der Landtagswahl im Januar 2018 im Wahlkreis Oldenburg-Land um das Mandat wirbt. Bei der Urwahl im Gasthaus zum Deutschen Hause in Kirchhatten setzte sich die Bewerberin aus Aschenstedt, wie am Sonnabend gemeldet, mit 78 zu zwölf Stimmen gegen den Wildeshauser Jens-Peter Hennken durch. „Ich freue mich auf einen guten Wahlkampf mit euch allen gemeinsam“, betonte Glowienka, nachdem der Kreisvorsitzende Dirk Vorlauf das Wahlergebnis verkündet hatte.

Grotelüschen als Mentorin

Zu den ersten Gratulanten zählte Astrid Grotelüschen. Die CDU-Bundestagsabgeordnete, als Großenkneterin dem Wahlkreis Cloppenburg-Nord zugeordnet und somit bei der Urwahl in Kirchhatten Besucherin ohne Stimmrecht, nimmt für sich in Anspruch, Glowienka politisch auf die Spur gesetzt zu haben. „Ich war ihre Mentorin, als sie Interesse am Mitwirken in der Kommunalpolitik bekundete“, sagt Grotelüschen. Tatsächlich wurde Glowienka 2011, kurz nach Durchlaufen des niedersächsischen Mentoring-Programms zur politischen Nachwuchsförderung für Frauen, in den Dötlinger Gemeinderat gewählt und 2016 auch in den Kreistag. Mit den Kandidatinnen Grotelüschen für die Bundestags- und Glowienka für die Landtagswahl setzt die hiesige CDU nun ganz auf Frauenpower.

Hennken löst Unmutsäußerungen aus

„Frauen wählen Frauen“: Diese Devise habe Grotelüschen ausgegeben, sagte Hennken, als er sich den Parteimitgliedern vorstellte. Die Aussage wurde im Saal mit Gegrummel quittiert, und Grotelüschen widersprach deutlich: „Das habe ich nicht gesagt, und schon gar nicht zu ihm. Ich hätte es ihm vielleicht durchgehen lassen, wenn er gesagt hätte, dass er sowas gehört hat.“

Kampfansage an politische Konkurrenz

Der Banker Hennken stellte vor allem seine Kompetenzen bei Wirtschaftsthemen in den Vordergrund und hatte spätestens verloren, als er den Unmut im Saal provozierte. Beim Vortrag Glowienkas zuvor hatte es mehr Beifall und sogar stehende Ovationen gegeben. Sie präsentierte sich politisch breiter aufgestellt mit Schwerpunkten in der Generationen- und Gesundheitspolitik, gut vernetzt in der Partei und in der Gesellschaft. Ihre Aussage, sie brauche keinen sicheren Listenplatz, wurde als klare Kampfansage an andere Landtagskandidaten beklatscht. Die Kampfansage gilt vor allem Axel Brammer, dem designierten SPD-Kandidaten.