Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Landwirtschaft Im Freiluftstall in Hurrel sollen sich Kühe wohlfühlen

Von Thomas Breuer | 15.12.2016, 11:46 Uhr

Mit einem besonders konzipierten Stall nimmt der Milchviehbetrieb Helmers Einfluss auf das Wohlbefinden seiner Kühe.

In welchem Maße Milchviehbetriebe auf die Architektur ihrer Ställe Einfluss nehmen können, zeigt sich bei Familie Helmers in Hurrel. Sie hat ihren Boxenlaufstall in besonderer Weise konzipiert. „Dies ist ein Freiluftstall“, sagt Landwirt Michael Helmers. „Wir haben bewusst Öffnungen im Dach gelassen, damit die Abluft aufsteigen kann.“

Kühe fühlen sich bei Kälte wohl

Die Kühe, da ist er sich sicher, danken es ihm. Denn im Gegensatz zu Menschen fühlten sie sich bei einer Temperatur zwischen zehn Grad plus und fünf Grad minus wohl. Beim Fressen können die Kühe zudem aus dem offenen Stall herausschauen.

Michael Helmers betreibt zusammen mit seinen Eltern, seiner Frau Meike und einem Auszubildenden den Milchviehbetrieb mit 135 Kühen. Zwei Melkroboter unterstützen die Arbeit der Landwirte und ermöglichen variable Arbeitszeiten. Die Arbeit sei schon weniger geworden, vor allem aber besser verteilt. „Man kann die tägliche Arbeit sehr flexibel gestalten.“, sagt Helmers.

Betrieb bildet seit Jahren aus

Familie Helmers bildet in ihrem Betrieb seit vielen Jahren auch aus. Derzeit ist ein Lehrling eingebunden. Er befindet sich im dritten Lehrjahr und hat den landwirtschaftlichen Betrieb aufgrund der vorhandenen Technik und wegen des guten Familienanschlusses gewählt. Auszubildende in der Landwirtschaft verbringen ihre Ausbildungszeit in der Familie und wohnen während dieser Zeit regelmäßig auf dem Hof.

„Wir zeigen gerne, was wir machen“

Der studierte Landwirt Michael Helmers geht mit seinem Hof gerne an die Öffentlichkeit. „Viele haben keinen Bezug mehr zur Landwirtschaft“, sagt er. „Wir zeigen gerne, was wir machen und wie wir es machen.“ Er nimmt mit seinem Betrieb jetzt auch teil am Projekt „Kiek in´t Land – Fahrradroute der Landwirtschaft“ des Kreislandvolkverbandes Oldenburg . Diese Initiative verbindet auf einem Radweg verschiedene landwirtschaftliche Betriebe und gibt den Fahrradtouristen viel Informationen und Hintergrundwissen zur Landwirtschaft und dem ländlichen Raum.