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Laster sorgen Bürger Bergedorfer wollen Schwerverkehr aus dem Ort verbannen

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 04.07.2016, 16:45 Uhr

Mit den innerörtlichen Verkehrsproblemen der Ganderkeseer Bauerschaft Bergedorf haben sich am Montagvormittag die Mitglieder der Ganderkeseer FDP-Fraktion sowie Christian Dürr, der FDP-Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag, beschäftigt.

Immer mehr Laster und schwere Traktoren auf der engen Alten Dorfstraße – und dazwischen möchten die Bergedorfer Bürger ihre Dorfquerung natürlich auch noch nutzen. Ein Unfall, so scheint es, ist auf der Alten Dorfstraße in Bergedorf nur noch eine Frage der Zeit. Mit dieser innerörtlichen Verkehrsproblematik der Bauerschaft haben sich am Montagvormittag die Mitglieder der Ganderkeseer FDP-Fraktion und der FDP-Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag Christian Dürr beschäftigt.

Schwerlastverkehr schädigt Straße

„Die Alte Dorfstraße kann den Schwerlastverkehr kaum noch tragen, die Straßenränder brechen unter der Belastung einfach weg“, erläuterte Friedhard Johannes, Vorsitzender des Bergedorfer Dorfausschusses, den Politikern einrucksvoll anhand des Straßenbelags an einer Kurve hinter dem Hof Auffarth. Dicke Asphaltbrocken haben die Reifen der Landmaschinen und der Lastwagen bereits aus dem Straßenbelag herausgelöst. Und dabei waren vor geraumer Zeit auf diesem Abschnitt erst Leitpfähle aufgestellt worden, damit Fahrzeuge nicht zu weit in die abschüssige Berme geraten: „Wer hier entlangfährt, der will nicht von der Straße runter, er muss es aber, denn die Straße ist zu schmal für den Begegnungsverkehr“, machte Johannes deutlich.

Lieferverkehr und Traktoren sorgen Bürger

Große Laster mit dem Ziel Schütte-Aluminium sind es neben den zusehends breiteren Landmaschinen sowie dem landwirtschaftlichen Versorgungsverkehr, die das Fahren auf der kurvigen Alten Dorfstraße immer mehr zum Risiko machen.

Vor allem für Radfahrer sei die Gefahr inzwischen sehr hoch, betonte Johannes. „Oberste Priorität muss ein Radweg haben“, stellte der Vorsitzende des Bergedorfer Dorfausschusses klar. Dieser Radweg soll am besten über die Straße Ohe laufen.

Lösung: Straße Ohe verbreitern

Denn das könnte ein erster Schritt für eine spätere Lösung sein, teilte Johannes die Überlegungen des Dorfausschusses mit. Die käme aber nicht billig: „Der Straßenkörper müsste verbreitert werden, einfach breiteren Asphalt aufzutragen, das reicht nicht“, warnte er mit Hinweis auf die Schäden an der Alten Dorfstraße. Auch werde das Mehr an Verkehr sicher nicht die Anwohner der Straße Ohe erfreuen, war Johannes sich sicher.

Klares Bekenntnis zu den Landwirten

Dann könnten aber die vielen auswärtigen Fahrer des Lieferverkehrs von und zu Schütte-Aluminium gefahrloser an- und abfahren. Und durch ihre Abwesenheit im Ort dann wieder ein Stückchen Ruhe einkehren lassen. Dass es mit den schweren Landmaschinen im Dorf auch problematisch ist, räumt Johannes ein. „Doch wir geben ein klares Bekenntnis zu unseren Landwirten ab, es sind zwar nur noch zwölf, 13 aktive Höfe, aber das stellen wir nicht in Frage“, beteuerte er. Ein Kompromiss könne in einer Einbahnstraßenregelung für den Schwerlastverkehr liegen –etwa im Sinne eines Ringverkehrs. „Der Hin-Verkehr zu Alu-Schütte kann durch den Ort fahren, der Rück-Verkehr wird am Denkmal um den Ort herum abgeleitet“, schlägt Johannes vor und räumt ein: „Derzeit sind das allerdings Gedanken für die Schublade.“

Wunsch: Anbindung an das Dötlinger Radwegenetz

Das Wunschziel der Bergedorfer liegt wohl noch in weiter Ferne: Eine Anbindung an das Dötlinger Radwegenetz.