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Laurentius-Hospiz in Ganderkesee Besinnliche Weihnacht im Laurentius-Hospiz

Von Reiner Haase | 23.12.2018, 16:21 Uhr

Die Mitarbeiter des Laurentius-Hospizes stellen sich zu Weihnachten besonderen Herausforderungen. Die Angehörigen der Gäste und Spender tragen zur Gestaltung der Festtage bei.

Das Laurentius-Hospiz in Falkenburg ist für Weihnachten festlich hergerichtet worden. „Ohne Tannenbaum geht’s gar nicht“, betont Hospizleiterin Maria Bohndieck. Sie freut sich, dass hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiter sowie Angehörige der Gäste zum weihnachtlichen Ausschmücken beigetragen haben: „Gestecke für die Tische sind angekommen, Kugeln und Strohsterne“ berichtet Bohndieck. Sie freut sich über Sachspenden ebenso wie über Geldgaben.

Vor emotionalen Tagen

„Das werden sehr emotionale Tage“, sagt Hospizleiterin Bohndieck voraus, „sie werden von Freude und Trauer geprägt sein. Jeder weiß, dass es das letzte gemeinsame Fest sein wird.“ Die haupt- und die ehrenamtlichen Mitarbeiter seien bereit, sich auf die besondere Situation einzulassen und die Gäste und ihre Familien gut zu begleiten.

Familien gestalten Festtage mit

„Wir wollen es unseren Gästen ermöglichen, möglichst viel von zuhause ins Laurentius-Hospiz mitzunehmen“, berichtet Bohndieck. Das umfasst ihr zufolge auch die Familienangehörigen, die natürlich auch an den Feiertagen willkommen seien. „Wir sind glücklich, dass die Familien Beiträge zum Geschehen in unserem Haus leisten“, betont die Hospizleiterin. Sie geht davon aus, dass gemeinsam Lieder gesungen werden. „Es ist ein Glücksfall, dass wir die Kapelle gleich nebenan haben“, so Bohndieck. Es besteht die Möglichkeit, dort Heiligabend einen Gottesdienst zu besuchen. Es könne auch sein, dass einige Hospizgäste ein paar Stunden mit ihren Familien daheim verbringen. Festliches Essen wird all jenen serviert, die die Zutaten vertragen.

Geld- und Sachspende

Unmittelbar vor den Feiertagen haben Hospizleiterin Bohndieck und Irene Müller, die Geschäftsführerin der Trägergesellschaft Mission Lebenshaus, im Famila-Markt Ganderkesee eine 500-Euro-Spende und einen Korb mit Leckereien in Empfang genommen. „Die Spende kommt allein von unseren Mitarbeitern. Sie haben bei einem Sommerfest Preise ersteigert“, berichtete Marktmanager Thomas Matuschek bei der Übergabe. „Die Mitarbeiter haben auch bestimmt, dass die Spende in der Gemeinde bleibt. Über persönliche Kontakte ist das Hospiz als Empfänger des Sommerfesterlöses festgelegt worden“, ergänzte sein Stellvertreter Bodo Popken.

Ohne Spenden kein Hospiz

Laut Geschäftsführerin Müller ist es gesetzlich vorgegeben, dass das Hospiz fünf Prozent seiner Kosten aus Spenden erwirtschaftet. „Tatsächlich brauchen wir 20 Prozent über Spenden. Das sind 100.000 bis 120.000 Euro pro Jahr“, fügt Hospizleiterin Bohndieck bei, „wir sind glücklich, dass die Famila-Belegschaft diesen Beitrag leistet.“