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Leitungsbau in Ganderkesee Tennet will Stromleitung nach Sankt Hülfe zügig bauen

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 13.11.2017, 19:08 Uhr

Die Höchstspannungsleitung Ganderkesee-Sankt Hülfe soll spätestens 2020/2021 fertig sein. Tennet will zügig durcharbeiten.

Die Planung einer Höchstspannungsleitung von Ganderkesee nach Sankt Hülfe nähert sich der Baureife. „Noch in diesem Jahr wollen wir mit den Arbeiten im Bauabschnitt vier in der Samtgemeinde Barnstorf beginnen“, berichtete Inga Wilken, Pressesprecherin der Firma Tennet, gestern bei einer Informationsveranstaltung im Gasthof Oldenburger Hof in Ganderkesee. „Bis 2020/2021 müssen wir fertig sein“, ergänzte sie.

Landwirte brauchen Terminplan

Vor allem Eigentümer und Pächter landwirtschaftlicher Flächen nutzten die Gelegenheit, Informationen zum Bauablauf einzuholen. Der Ganderkeseer Landwirt Jürgen Struthoff zum Beispiel: „Ich will wissen, ob ich die betroffenen Felder normal bestelle, eine Zwischenfrucht einsäe oder ganz ruhen lasse. Die Behörden und die Landwirtschaftskammer wollen das ganz genau wissen“, berichtet er.

6,9 Kilometer Erdkabel

Die erhoffte klare Aussage gab es gestern noch nicht. „Die Bauablaufplanung ist fertig, aber die Baugrunduntersuchung fehlt noch“, erläuterte Wilken. Sie sei im Bauabschnitt eins vom Umspannwerk in Ganderkesee bis zur Gemeindegrenze zu Prinzhöfte besonders wichtig für die 3,7 und 3,2 Kilometer langen Erdkabelstrecken am Anfang und am Ende der 380-Kilovolt-Leitung über Ganderkeseer Gebiet. Dazwischen, im Bereich Strudthafe, gibt es 1,5 Kilometer Überlandleitung mit drei Masten.

Über Erdkabel Pflügen möglich

Tennet hatte zehn Mitarbeiter unterschiedlicher Expertise nach Ganderkesee geschickt, um alle Fragen beantworten zu können. „Im Interesse aller Beteiligten wollen wir Unklarheiten beseitigen und dann in einem Zug durcharbeiten“, erklärt Tom Strozyk, der das Erdkabel-Projekt mit David Widmer leitet und auch in der Bauphase vor Ort erreichbar sein wird. Die Landwirte werden ihre Felder nach Abschluss der Arbeiten normal bewirtschaften können. Die Erdkabel werden 1,80 Meter tief im Boden versenkt. So bleibt sogar Tiefpflügen möglich.