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Lesebox in Heide übergeben Hospizkreis spricht mit Grundschülern über den Tod

Von Kristina Roispich | 10.05.2017, 15:35 Uhr

Schon im Grundschulalter an das Thema Tod und Trauer heranführen – das haben Mitarbeiterinnen des Ambulanten Hospizkreises Ganderkesee mit Bilderbüchern an der Grundschule Heide versucht.

„Wir sind immer wieder beeindruckt, wie offen Kinder mit ihren Gefühlen umgehen können“, sind sich die Hospizkreis-Mitarbeiterinnen Elke Kolodzie und Petra Oetken einig. Anhand des Bilderbuchkinos „Gehört das so?“, in dem der Kanarienvogel eines kleinen Mädchens stirbt, haben sie eine Unterrichtsstunde des Faches Religion in der ersten und zweiten Klasse rund um das Thema gestaltet.

Dabei konnten die Kinder ihre eigenen Erfahrungen, die sie mit verstorbenen Haustieren oder auch mit Oma und Opa erlebt haben, ausdrücken. „Ich war erstaunt, wie groß der Redebedarf war“, sagt Religionslehrerin Gerlinde Bendixen.

Lesebox mit Büchern zum Thema

„Gefühle benennen können Kinder manchmal viel besser als Erwachsene“, bestätigt sie. Normalerweise werde der Tod in den ersten beiden Jahrgangsstufen nicht thematisiert, nur der Bereich „Gefühle“. Nun haben sich die Kinder zum ersten Mal damit befasst.

Eine ganze Kiste voller Bücher zum Thema Tod und Trauer haben die Hospizkreis-Mitarbeiterinnen nun im Rahmen eines Forums der Schule an die Schüler übergeben. In der „Lesebox“ finden sich zehn Bücher für jüngere und ältere Schüler.

„Schwieriges Thema“

„Das ist ein sehr schwieriges Thema. Da ist es schön, wenn man Unterstützung hat durch Menschen, die sich mit dem Thema befassen und die Sensibilität dafür haben“, freut sich Rektorin Ulla Dunker. Nach Ansicht von Oetken sei dieses Projekt eine Chance für die Schule und auch den Hospizkreis, das Thema auf die Agenda zu bringen.

Dank mehrer Sponsoren werden diese Leseboxen kostenlos an die verschiedenen Grundschulen der Gemeinde verteilt.