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Letztes Kirchencafé am Radweg Beliebte Kaffeetafel an der Schönemoorer Kirche

Von Dirk Hamm | 31.08.2015, 16:12 Uhr

Die „Kirche am Fahrradweg“ in Schönemoor hat während der Ferien viele Gäste zu Kaffee und Kuchen angelockt. Auch Pilger machten bei St. Katharinen Station.

Ein letztes Mal in diesem Sommer haben zahlreiche Sonntagsausflügler das gemütliche Ambiente an der Kaffeetafel im Schatten der St. Katharinen-Kirche in Schönemoor genossen. Während der Sommerferien hatte die „Kirche am Fahrradweg“ an der Schönemoorer Dorfstraße immer sonntags von 14 bis 17 Uhr ihre Tür geöffnet. Ein Team von rund 20 Ehrenamtlichen, die sich wöchentlich abwechselten, hat die Gäste auf dem Friedhof an der Kirche mit selbst gebackenem Kuchen, Kaffee und Tee bewirtet.

Das am Nachmittag sehr schöne Spätsommerwetter hat am Sonntag noch einmal viele Besucher angelockt. „Wir hatten heute einen super Zuspruch. Mindestens 100 Gäste waren hier“, bilanzierte Heike Wolpmann aus dem Kirchenvorstand. Insgesamt sei das Angebot an den Feriensonntagen „sehr beliebt“ gewesen.

Ausstellung in Kirche erinnerte an Pastor Sibo Kunstreich

Die Besucher genossen das Stück Torte und den Kaffee oder Tee inmitten der besonderen Atmosphäre des Friedhofs. „Viele spazieren über den Friedhof und schauen nach bekannten Namen“, hat Wolpmann beobachtet. Außerdem schauten viele Leute vorbei, die in der Kirche konfirmiert oder getraut wurden. Und da die Kirche eine Station des Pilgerwegs „Ochtum, Marsch & Moor“ bildet, machten viele Wanderer dort halt, um sich einen Stempel für ihren Pilgerpass zu besorgen.

Einige der Besucher schauten sich am Sonntag eine kleine Ausstellung in der Kirche an, die an den früheren Pastor Sibo Kunstreich erinnerte. Der streitbare Geistliche hatte im Oktober 1955 die Stelle als Vakanzvertreter in Schönemoor angetreten, im April 1956 wurde er dann in sein Amt als Pastor eingeführt, das er bis 1976 bekleidete. Margrit Gremlowski hat Fotos und Artikel gesammelt, die den Einsatz Kunstreichs für Strafgefangene und Jugendliche aus schwierigem sozialem Umfeld dokumentieren. Beim Gemeindefest am 20. September soll die Ausstellung noch einmal gezeigt werden.