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Lob für Ehrenamtliche im Grußwort Landrat Harings blickt mit Sorge auf 2016 zurück

Von Andreas Satzke, Andreas Satzke | 29.12.2016, 18:49 Uhr

In seinem Grußwort zum Jahreswechsel drückt Landrat Carsten Harings seine Sorgen über gesellschaftliche Entwicklungen aus. Aber auch Lob gibt es für aktive Lokale.

Mit Sorge blickt Landrat Carsten Harings auf die Entwicklungen im vergangenen Jahr 2016 zurück. In seinem Grußwort zum Jahreswechsel spricht er global gesehen von einem schlechten Jahr. „Die Welt läuft ein wenig aus dem Ruder“ meint Harings und macht das an Krisenherden wie beispielsweise im Nahen Osten fest. Auch die Präsidentschaft von Donald Trump in den USA und die Entwicklungen in der Türkei sieht er kritisch.

Europa gebe derzeit ein „fragwürdiges Bild ab“, so Harings. Es sei bestimmt von Eigeninteressen und der Gedanke der Solidarität, der über 70 Jahre für Frieden gesorgt habe, sei scheinbar nicht mehr vorhanden.

Politik ist in der Verantwortung

Aber auch direkt in Deutschland sei durch den Anschlag in Berlin der Terror angekommen. Es ist Aufgabe der Politik, die daraufhin entstandenen Fragen aus der Bevölkerung zu beantworten, meint Harings. Er stellt für sich eine allgemeine Verrohung der Gesellschaft fest. Als Beispiele dafür führt er „anonyme Hetze in sozialen Netzwerken“ sowie das „Ergötzen am Unglück anderer“ an. Er kritisiert das Veröffentlichen von Fotos und Filmen, die Menschen in Notsituationen zeigen.

Ebenfalls Sorge bereite ihm die Gewalt im öffentlichen Raum sowie die Übergriffe gegen Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste. Harings fordert daraufhin mehr Respekt im Umgang miteinander. Dies könne niemand alleine schaffen „sondern nur wir alle gemeinsam“. Das Einzige, was es dazu brauche, sei Wille, ruft der Landrat die Bürger auf.

Dank für das Vertrauen der Bürger

Aber auch positive Dinge erwähnt Harings in seinem Grußwort. So richtet er einen Dank an die Bürger, für ihr Vertrauen in die Mitarbeiter des Kreishauses. Er wünscht sich auch weiterhin eine kritische Begleitung der Arbeit vor Ort.

Besonders würdigt er die ehrenamtlich Engagierten im Landkreis Oldenburg. Dazu zählt die Arbeit im sozialen Bereich, bei Feuerwehren und Rettungsdiensten, aber auch in Kultur, Sport und Jugendpflege sowie in Kirchengemeinden und der Kommunalpolitik. „Sie sind eine ganz wichtige Grundlage unserer Gesellschaft“, stellt Harings heraus.

Einen weiteren Dank richtet er an die politischen Vertreter im gesamten Landkreis, für die Zusammenarbeit und die Unterstützung seiner Arbeit. Er lobt die großzügige Förderung durch Sponsoren, Mäzene und Stiftungen im Landkreis, ohne die viele Projekte und Veranstaltungen so nicht möglich gewesen wären.