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Lüdeke und Speckmann Herausgeber Neues Buch mit Geschichten, Sagen und Liedern aus Ganderkesee

Von Thomas Deeken | 13.12.2018, 16:50 Uhr

Rechtzeitig zu Weihnachten haben Werner Lüdeke und Hermann Speckmann ein neues Buch über Ganderkesee auf den Markt gebracht. Das inzwischen siebte Werk der beiden 81-Jährigen trägt den Titel „Geschichten, Sagen, Lieder und Gedichte“, erscheint in einer Auflage von 380 Exemplaren und ist in den örtlichen Buchhandlungen für 13,95 Euro zu haben.

„Wir haben noch einmal in unseren Archiven gekramt und das Wichtigste, was uns als erhaltenswert scheint, veröffentlicht, damit es der Nachwelt erhalten bleibt“, sagt Speckmann, der dieses knapp 150 Seiten umfassende Werk „als das voraussichtlich letzte Buch von uns beiden“ bezeichnet. Davon will Lüdeke derzeit allerdings nichts wissen, schließlich gebe es noch jede Menge Material für weitere Folgen.

Vom „Teufelsabdruck“ zu den Hexen

Der Großteil der Texte und Bilder sei erstmalig veröffentlicht, sagen die beiden Herausgeber. „Die Sagen gab es zwar schon früher zu lesen. Ich habe sie aber diesmal jeweils mit einem Kommentar versehen“, betont Speckmann. Da geht es um den „Teufelsabdruck“ bei der Ganderkeseer Kirche, um Hexen, Geister, Zwerge und weiße Frauen. Darüber hinaus haben mehrere Gedichte auf Plattdeutsch von Grete Focken einschließlich Übersetzung ins Hochdeutsche Platz in diesem Ganderkeseer Heimatbuch gefunden. Es gibt Kurzporträts über Menschen aus der Gemeinde und über die Familie Engelbart, es geht um die Sozialdemokratie vor und nach dem Krieg, um die Kriegerkameradschaft Ganderkesee, den „Biochemischen Verein“ und um besondere Steine in Ganderkesee. „Das weiß kaum jemand. Denn wer kennt schon Roggenstein und Hungerstein?“, weiß Speckmann.

Lieder von Werner Lüdeke

Außerdem im neuen Buch: Liedtexte und Noten von Lüdeke von „In Gannerseer is Narrentied“ bis „Ganter im Wappen“, Wissenswertes über den alten Markt und die Forderung nach einem Heimatarchiv vor Ort. „Es ist für uns richtig ärgerlich, dass die Gemeinde Ganderkesee ihr Archivgut an das Niedersächsische Staatsarchiv abgegeben hat“, moniert Speckmann: „Wenn ich etwas über Ganderkesee haben möchte, muss ich nach Oldenburg. Das ist ein großer Aufwand für einen alten Heimatforscher.“ Beide Herausgeber wollen sich daher weiterhin für ein Archiv in Ganderkesee einsetzen, in dem ähnlich wie in den Einrichtungen der Samtgemeinde Harpstedt und in Bassum Ehrenamtliche tätig seien.