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Mahnung zu Toleranz Erntegaben schmücken Hallen in Stenum und Bergedorf

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 03.10.2016, 17:20 Uhr

Beim Erntedank in Stenum stand das Verbindende der Religionen im Vordergrund. Plattdeutsch-Kinder setzten nach der Feier in Bergedorf Akzente.

Nüchterne Fahrzeughallen sind am Sonntag, 2. Oktober, in Stenum und in Bergedorf für Erntedankfeiern hergerichtet worden. In der nach einer Brandkatastrophe neu errichteten Vereinshalle des Motorsportclubs Moor auf dem Hof Stöver an Steenhafer Berg versammelten sich 120 Besucher einer ökumenischen Feier mit Pastor Eckhard Dreyer, Pastoralreferentin Marianne Etrich und Elisabeth Kühling vor dem mit Opfergaben geschmückten Altar.

Beisammensein nach Feierstunde

In einer Halle der Feuerwehr Bergedorf predigte Pastorin Uta Brahms vor nahezu 100 Besuchern des Erntedankgottesdienstes. Beide Funktionsräume waren von eifrigen Händen herbstlich dekoriert, und nach beiden Veranstaltungen blieben die Teilnehmer der Feierstunden in gemütlicher Atmosphäre beisammen.

Warnung vor Hass und Machtmissbrauch

Pastor Dreyer erinnerte in seiner Predigt an die lange Tradition und Universalität der Erntedankfeiern. Die heutige Zeit sei geprägt von Religionen, niemand spreche mehr vom Tod Gottes. Er mahnte, niemanden von vorneherein auszuschließen. Wer Hass gegen Andersgläubige anstachele, begehe Machtmissbrauch.

Beifall für Plattdeutsch-Kinder

Bergedorfer Kinder gestalteten den Übergang von der Feierstunde in der Fahrzeughalle zum Beisammensein mit Kaffee und Kuchen im Dorfgemeinschaftsraum gleich nebenan mit Döntjes und Sketchen auf Plattdeutsch. Die kleinen Aufführungen hatte Linda Timmermann mit ihnen einstudiert. Sie wurden mit reichlich Beifall bedacht.