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Mehr Platz benötigt Tierheim Bergedorf im Renovierungsfieber

Von Bettina Dogs-Prößler | 26.01.2018, 17:47 Uhr

In Eigenregie wird das Tierheim Bergedorf seit Sommer 2016 modernisiert. Jetzt steht der erste Anbau kurz vor der Fertigstellung.

„Der Flur ist auf jeden Fall als Nächstes dran. So schnell wie möglich will ich hier einen freundlichen Empfangsbereich haben.“ Mark Ungnade, Betreiber des Tierheims Bergedorf, ist im Renovierungsfieber.

Nachdem der Katzenanbau kurz vor der Fertigstellung steht und auch die Außenwände vom neuen Bürotrakt stehen, will sich der 43-Jährige den Rest des in die Jahre gekommenen Gebäudes vornehmen.

Höhere Standards sind „gut so“

140.000 Euro hat Ungnade bereits seit Sommer verbaut, den größten Teil der Arbeiten in Eigenregie erledigt. Ungnade: „Ansonsten wäre der Umbau kaum realisierbar.“ Die Standards in der Unterbringung von Tieren hätten sich in den vergangenen Jahren geändert. „Und das ist auch gut so.“

Allerdings verfüge das Tierheim Bergedorf nicht über einen ausreichenden finanziellen Puffer, um die notwendige Modernisierung auf einen Schlag durchzuführen. Mark Ungnade: „Wir können es nur in kleinen Schritten machen. Realistisch ist, jedes Jahr zwischen 20.000 und 50.000 Euro hier reinzustecken.“

Fundtiere aus mehreren Gemeinden kommen nach Bergedorf

Inzwischen liefern auch mehr Gemeinden ihre Fundtiere in Bergedorf ab. So kommen die Katzen, Hunde und Co. nicht mehr nur aus Ganderkesee, Delmenhorst, Bremen Lemwerder, Berne, Brake, Hude, Dötlingen und Harpstedt, sondern jetzt auch aus Wildeshausen, Großenkneten und Hatten.

„Für mehr Tiere benötigen wir auch mehr Platz“, schildert Ausbildungsleiterin Nadine Sprathoff. Das mache wiederum auch separate Räume für kranke Tiere nötig.

Behandlungszimmer für den Tierarzt geplant

Darüber hinaus soll ein Behandlungszimmer für den Tierarzt und ein größerer Bereich für Kleintiere eingerichtet werden. „Dazu benötigen wir auch noch Extraräume für Hunde, die nicht draußen gehalten werden können.“

Der 70 Quadratmeter große Katzenanbau mit seinen drei Räumen ist mittlerweile bezogen, folgen sollen nun Büroraum und Katzenaußengehege. „Das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Bei der Nässe kommen wir nur schleppend voran“, sagt Strathoff.

Sturm hat auch am Tierheim Schäden hinterlassen

Aufgehalten wurden die Bauarbeiten auch durch einen Sturmschaden, bei dem ein entwurzelter Baum Teile des Daches sowie eine Außenwand beschädigt hatte. Tierpflegerin Strathoff: „Den wegzuräumen, hat wertvolle Zeit gekostet.“

Eingang und Flur sind als Nächstes dran

Als Nächstes auf der Liste stehen Eingangsbereich und Flur. „Der gesamte Innenbereich soll freudlicher gestaltet und die Katzen-Einzelboxen auf dem Flur nach hinten gerückt werden.“ Ein Sichtschutz soll die einzeln gehaltenen Tiere dann vom Durchgangsverkehr abschirmen.

In die Jahre gekommen sind auch die Hundezwinger, die bislang ausschließlich draußen untergebracht sind. Laut Mark Ungnade sollen die einzelnen Boxen vergrößert und aktuellen Standards angepasst werden.

Zwei neue Freilaufflächen in Planung

Darüber hinaus sind zwei neue Freilaufflächen geplant. „Das alles wird nach und nach kommen“, sagt Ungnade. „Da wir darauf angewiesen sind, vieles in Eigenregie zu machen, können wir den Umbau nur langfristig umsetzen.“ Frühestens 2019 werde hier mit der Sanierung begonnen.

Handwerkliche Hilfe gesucht

Gut gebrauchen könnte der Tierheimleiter auch die Hilfe handwerklich geschickter Helfer, die ihn und seine Mitarbeiterinnen beim Renovieren unterstützen. Mark Ungnade: „Das würde uns ein gutes Stück voranbringen.“

Aktuell sind rund 80 Katzen und 20 Hunde in der Bergedorfer Einrichtung untergebracht. Die Tiere werden im Internet unter auf der Homepage des Tierheims vorgestellt.